Montag, 7. September 2015

Glücklich s-e-i-n ist wirklich kein Zufall-

Glück gehabt- das gibt es auch- aber glücklich sein kann man beeinflussen, stimmt`s?
Manchmal ist es gut mal in einen anderen Raum zu gehen- oder auf eine einsame Parkbank und über seine Ziele nachzudenken. Unser Leben ist ja nicht unendlich... Habe mich übers Wochenende mit meinen Zielen beschäftigt.






Dazu gibt es einen Artikel auf der Facebook Fanpage: Glück kennt kein Alter.
Hier fließt übrigens momentan auch meine Schreibenergie hin- hier findet ihr auch viele Artikel von mir- die jetzt auf diesem Blog"fehlen". Freue mich sehr, wenn ihr die Facebook Fanpage: Glück kennt kein Alter liked! und mir hin und wieder einen Besuch auf Facebook abstattet!


3 "vermutliche" Fragen zum Glück:

  1. Welche Prinzipien habe ich? die kann ich aufschreiben, wenn man mich nachts weckt und mir Zettel und Stift gibt-
  2. ja, ich habe ein klares Ziel vor Augen, ein Ziel dass ich nicht ändere: ein lebensziel, dass beruflich und im privaten starke Auswirkungen hat
  3. Was ist dein Motto, dass du jeden Tag tust? das hat auch Einfluss aufs Ziel und auf das glücklich Sein!!
... und noch eine unsichtbare vierte Frage, was ist meine offensichtliche Schwäche- psst- die anderen können das an meiner Stirn ablesen- ich selbst bin mir da nicht so sicher was meine Schwächen sind.
... die fünfte könnt ihr glatt vergessen: was ist euer Ziel hinter dem Ziel?   

     





Mittwoch, 5. August 2015

Musik machen kennt kein Alter




Ich kenne jemand der ist 1920 geboren und hat sich einladen lassen mit seiner Mundharmonika beim "Singen mit Flüchtlingen" mal mit zu machen. Er hat so gestrahlt, dass ich an ihn gedacht habe-
Mensch, nun freu -ich- mich drauf! Wir machen dann Musik mit Geige, Kontrabass, Gitarre und Mundharmonika und Gesang: klasse!

Und wenn jemand Geschichten erzählen kann, dann er! Er ist für mich ein besonderer Mensch und Zeitzeuge, er hat unglaublich viel erlebt- Ich kenne auch keinen der so darum kämpft, dass endlich wieder ein Chor in unserer Kirche entsteht. Er sagt immer wieder: eins fehlt uns, dass wir wieder einen Chor haben, ich kann es nicht machen aber du!
Und was mache ich, ich kann es nicht machen, weil sich die Sänger zeitlich nicht mehr so leicht verpflichten wollen.
Nun ist das ganz einfach. Wir gehen dahin wo Menschen sind und singen wollen: die haben wir nun gefunden!

Neugierig auf weitere Artikel!  in denen es um "Glück kennt kein Alter" geht? Hier auf diesem Blog ist es gerade etwas ruhiger, aber massig Artikel von mir findet ihr  

Eine Pastorlareferentin ( das ist sozusagen eine "Pfarrerin" der Katholischen Kirche) hat auf mich großen Eindruck gemacht mit Ihrem Projekt: Glück kennt kein Alter. So habe ich begeistert zu ihr gesagt: Ja, ich mache dir eine Fanpage zum Thema: Glück kennt kein Alter

So wurde ich gebeten auf Facebook Artikel zum Thema "Glück kennt kein Alter" zu schreiben- das tue ich ausgiebig.... >>> hier gehts lang!




Kostenlos, wo gibt es denn Sowas??!!

 >>> HIER >>>

 kann man die Postkarten, 5 an der Zahl kostenlos bestellen





Freitag, 3. Juli 2015

Zufriedenheit kennt kein Alter


In diesem Artikel geht es um Zufriedenheit, wann sie kommt und ob sie automatisch mit dem Alter kommt?


Weiß ich schon!
 wie ich im Alter sein möchte, wie ich 
später leben möchte... 



Vorbilder laufen genug herum- Gar nicht schlecht, wenn man denen mal auf die Finger und in die Augen schaut. Denn die wirklich Guten Sachen im Leben kommen n..... von selbst: Glück, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Freude, Geduld.... Lachen, Lebenslust...

Wobei die Lebensumstände schon einfacher oder schwieriger sein können. Scharf beobacht kann man hier und da beobachten, dass die Reichen nicht die Zufriedenheit eingekauft haben. Ein Beispiel: In der Sklaverei der Schwarzen, haben die Herren nicht gesungen, sondern die Sklaven-



Wenn ich zu meinen Freunden, Freundin, Schwester, Bruder, Mutter, Vater sage:



ach, setz dich doch zu mir

 


Wie geht es dir eigentlich, Mensch erzähl mal!


Ach Du hier, das ist schön- ich muss dir unbedingt was erzählen




Gut schaugst aus, ich möchte jetzt so gerne mit dir...







Leib Seele und Geist sind so untrennbar miteinander verbunden, Oft stopfen wir die Seele voll, den Geist, und den Leib unter andren mit Donuts...
Eine Weitere Variante wäre: dem Leib zuhören, der Seele und dem Leib zuhören. Wie das geht: ganz intuitiv, wenn es mal still ist, zum Beispiel. Danach kann Zufriedenheit auftauchen-kann-






Hier ist ein interessanter Artikel über Zufriedenheit im Alter: >>> Zufriedenheit bleibt oft ein Leben...
Posted by Glück kennt kein Alter on Donnerstag, 2. Juli 2015

Grüße, Systnurse

Mittwoch, 24. Juni 2015

Schönes erkennen! im gewöhnlichen Alltag!

Wenn ich im gewöhnlichem Alltag "das Schöne zwischendurch" nicht erkenne, kann ich lange warten. Schönes erkennen?! Ja, ich kann jetzt: heute damit anfangen. Schönes sehen...hören, Schönes riechen, Schönes schmecken, Schönes anfassen: Moos am Baum oder einfache Rinde oder wenns denn mal sein muss auch Eicreme... 
Hier ist mal ein Vintagelabel mit ungewöhnlichem Text: aber lest selber!




Mir macht es ziemlich viel Spaß "Inhalte grafisch mal anders darzustellen", als gewohnt. Also habe ich in dieses Vintagelabel (von dealjumbo) einfach einen neuen Text eingefügt.
Ich wünsche heute und nur heute: Eimerweise "Schönes"- denn jeder Tag hat seine eigene Plage: fangen wir bei "HEUTE" an
Liebe Grüße, Angela

Donnerstag, 18. Juni 2015

Kirchentag Fürstenfeldbruck! 19-21. Juni

Morgen startet der Kirchentag in Fürstenfeldbruck!!

Für alle die nicht hingehen können: hier ein Link zu den fünf Bildern die dort in einer supergröße von 1x2 Metern aufgestellt sind: Link >>>


Eine bitte: gebt der Kampange doch einen like- wen das besonders freut? mich, weil ich meine erste Fanpage bei Facebook für diese Kampagne gemacht habe: danke für den Like!

Herzliche Grüße: Systnurse




Sonntag, 14. Juni 2015

Glück kennt kein Alter!

Start der Kampange auf dem Kirchentag in Fürstenfeldbruck: 19.-21. Juni 2015
Unbedingt mal die 5 Bilder anschauen!
Drei davon schon mal vorab hier auf meinem Blog.
Weiter Infos auf der Facebookseite von Glück kennt kein Alter!





Freitag, 29. Mai 2015

Genial, wenn mir gar nicht einfallen will,was mir jetzt gut tut: 50 Tipps!!

Fast...überraschend kommt manchmal das vertraute Gefühl: "Ich bin ausgelaugt und müde, was um alles in der Welt würde mir jetzt gut tun!??" Viel Spaß beim Spazieren gehen durch die Landschaft der 50 Tipps:



Und zum Schluss merke ich: "Ach ich bin doch schon ganz gut im Päuschen machen"
Nur manchmal meine ich die Pause muss sich dann auch toll anfühlen: vorher, währenddessen und nachher. Vielleicht ist es so: Die Pause ist für mich da und dient mir, sie ist nicht dazu da super Gefühle des Erholtseins zu präsentieren. Manchmal kommt mir das erst später in den Sinn: Och, das hat mir heute morgen aber gut getan, dass ich mir einfach mal meine Flöte geschnappt habe und eigentlich wieder gut reingekommen bin...ins Melodiespielen...

Ein schönes Wochenende wünscht: Systnurse



Mittwoch, 6. Mai 2015

Verantwortung, die plötzlich da ist....

 In diesem Artikel geht es zum einen
1. um Verantwortung, die einem wie "von hinten erwischt" oder "wie eine Wand" plötzlich alles verstellt. Was gerade noch viel Sinn gemacht hatte- ist plötzlich wie verrückt, so anders und es gibt kein zurück.
2. Zum anderen geht es um Verantwortung die ich mir nehme, weil ich meine, "dass ich es tun muss"! Das kann unschöne Folgen haben für mich und andere. Genügend Beispiele kann man in Vereinen, Politik und in der Familie entdecken.



Wo liegt eigentlich im hier und heute meine Verantwortung. Ganz unbewusst: Tagein tagaus bin ich damit beschäftigt herauszubekommen, was wohl jetzt das richtige für mich ist: Angefangen vom Beruflichem, über partnerschaftliche Themen, außerdem das 1000 und eine Tagesziel... bis hin zur Marmeladensorte am Morgen. Wenn sich die Wahl dann gut anfühlt und bestätigt- habe ich ein gutes Gefühl. Ach, am liebsten den ganzen Tag: ein gutes Gefühl!

zu 1: Dann kommen die unvorhergesehenen Sachen, da ist die Begeisterung schon etwas schwächer bis hin zum: "och nee muss das sein::?!" Plötzlich ist Verantwortung da, die einem das vorherige Konzept ganz schön über den Haufen werfen kann. Ich bin dagegen. Hier habe ich aber kein Mitspracherecht, ich bin: in - der - Verant-wortung-
Manche Sorten der Verantwortlichkeiten sind ungeheuerlich: Krankheiten bei nächsten Angehörigen, bei einem selber, Existenzfragen, die Oma die plötzlich nicht mehr alleine wohnen kann und ganz schnell einen Heimplatz braucht usw.

zu 2. Die völlig andere Seite ist die Anmaßung von Verantwortung. Hier nehme ich etwas was mir nicht zusteht. Ich gucke nicht nach rechts oder links und ziehe meine Sache durch. Warum? weil ich meine dass ich "das tun muss".  Ich bin losgelöst von den Kräften die wirken. Auch demütig anmaßend sein ist problemlos möglich.


Verantwortung die mir nicht zusteht zu nehmen, hat Folgen
zu1. Was kann ich neu in den Blick nehmen- warum lohnt es sich das Ziel zu erreichen? Ich bin ein Teil eines größeren Zusammenhangs und kann mich nicht aus diesem Platz herauswinden. Ich habe hier keine Freiheit, ja oder nein zu sagen. Wenn ich es doch tue, zerbricht etwas in meiner Seele.

Wissen wo mein Platz ist: Wenn ich weiß, wo meine Verantwortung ist, kann ich in die Handlungsfähigkeit kommen. Ich bin dankbar für das was ist und kann sehen was nicht ist- aber mit anderen Augen. Das schenkt einen offeneren Blick, der Weg zum "Leben" und zur Lebendigkeit ist da für mich. Wir wissen es: Hier ist mehr Leben als beim Glück der "Sparkassenfamilie" ( darunter verstehe ich die Werbung mit dem Traumfamilienfoto vor dem neuen Haus, finanziert durch die Sparkasse) Diese Traumfamilie gibt es meistens dann doch...nicht-




Wie kommen wir dahin- wie kann ich das Ziel erreichen: Durch Wahrnehmung. Dadurch, dass ich bei andern, die gerade diese Verantwortung mit voller Wucht abbekommen haben nicht mehr denke, "ui, Gott sei Dank ist mir das nicht passiert, da halte ich mich fern!" das könnte ansteckend sein...

Proviant auf diesem Weg sind: Mitgefühl mit mir selbst, gute Freunde, Mut, Vertrauen, wissen das das jetzt mein Platz ist.


Zustimmen, keine leichte Sache. Achtung: ich sage beim Zustimmen nicht: "ich finde das toll". Zustimmen bewegt etwas in meiner Seele. Zustimmen mobilisiert Kräfte, ohne die ich die ganze Sache nur schwer hinbekommen oder ertragen kann oder könnte.

Ein guter Platz für mich. Eigentlich ist das " in die Verantwortung genommen sein" vielleicht auch wie ein Platz der mir zugewiesen wird- oft ein schwerer Platz aber auch ein unglaublich guter Ort zum Wachsen- Ich weiß schon, darauf könnte man dann auch im Moment gerne verzichten.
Komischer Weise hört man oft von von Menschen, die genau das erlebt haben: Mensch, das ist eine harte Zeit, aber ich bin nun mehr "bei mir", in mir angekommen, ich habe ein Zugewinn für mich und mein Leben, der auf andere Art wohl nicht hätte kommen können.

Liebe Grüße: Systnurse




Montag, 16. März 2015

nur mal probieren....

sehr einfach und klar - fast etwas unheimlich- wie schnell... wenn der Fokus - vermutlich -weil etwas anderes fehlt....- verschoben ist: schaut selbst:
Grüße: Systnurse

Sonntag, 22. Februar 2015

Der Kaiserweg zum Menschen ist die Musik


Einen Gastbeitrag von Heike Fleischer! Heute gibt es hier etwas neues! Ich freue mich, Heike Fleischer vorstellen zu dürfen. Wir kennen uns seit mehr als einem Jahr über einen Kreativblog. Nun haben wir festgestellt, dass wir die selbe Uroma haben- Was haben wir uns gefreut und gewundert, auf welchen witzigen Wegen man Verwandtschaft treffen kann! Nun hat sie das Wort über ein Thema, dass zu allen Zeiten große Wirkung hat: Die Musik!


Heike Fleischer:


Musik begleitet uns unser ganzes Leben. Musik ist quasi allgegenwärtig in Form von Musik, die man praktischerweise im Taschenformat im Handy dabei hat. Oder in Autoradios, Fahrstühlen, Gedudel im Kaufhaus, Straßenmusik, Gesumme (ohne dass wir es selbst bemerken) bei der Arbeit, beim Warten auf den Bus oder unter der Dusche, beim Fernsehen, im Stadion, und….und….und.
Musik hat einen direkten Draht zum Erinnerungs- und auch Gefühlszentrum. Ein bestimmter Song erinnert mich z.B. an eine Autofahrt in meinem ersten Auto – es war Hochsommer und mir ging es richtig gut. Ich werde also heute noch beim Hören dieses Liedes in die damalige Situation katapultiert, und ich beginne zu lächeln und fühle mich sauwohl.
Leider funktioniert das auch genauso mit „schlechter“ Musik. Gerade bei der älteren Generation kann da schon mal eine plötzliche Erinnerung an den Krieg und ähnlich schlimme Dinge wachgerufen werden, ohne dass es für die Mitmenschen nachvollziehbar ist. 



Musik achtsam auswählen: Genau aus diesem Grund ist zum Beispiel das unkontrollierte Berieseln mit „doch so schöner Musik aus deiner früheren Zeit“ im Umgang mit an Demenz erkrankten alten Menschen mit Vorsicht zu genießen. Was tue ich damit diesen oft Hilflosen an, wenn ich sie von einer Gefühlsdusche in die nächste katapultiere, und sie dann alles andere als tiefenentspannt reagieren. Und sie daraufhin womöglich noch als aggressiv eingestuft werden.
Gute individuelle Wahl der Musik: Doch das Wunderbare ist, ich kann genau auf diesem Weg Musik ganz gezielt einsetzen – ich kann glückliche Momente bescheren, wenn ich die jeweils „gute“ Musik kenne. 




Des Weiteren ist Musik auch sehr gut für den Körper. Musik animiert zu Bewegung. Bei bestimmten Liedern kann ich meine Füße nicht still halten. Oder beginne den Takt mit den Fingern oder Händen nach zu trommeln. Oder gar zu klatschen. Wenn ich dann auch noch anfange zu singen, habe ich eine hervorragende Atemübung. Ich atme tiefer, die Lunge wird gut belüftet. Durch die Bewegung wird das Atmen auch intensiver. Ich achte ganz aktiv auf die Musik, d.h. meine Sinne sind aktiv. Ich befinde mich im Hier und Jetzt. 
Wenn ich Lieder auswendig singe, wird mein Erinnerungsvermögen (Gehirntätigkeit) gefordert. Bei Weihnachtsliedern wird mir ganz festlich zumute. Mein Zeitgefühl wird unterstützt. So kann ich z.B. demenziell erkrankten Menschen helfen, zeitliche Orientierung zu finden. Außerdem können diese Verwirrten und Desorientierten oft mehr Strophen alter Volkslieder auswendig als wir Jungen – das ist ein so seltenes und tolles Erfolgserlebnis für diese Menschen. Und ich kann ihnen dies jederzeit schenken.
Musik kann ich allein genießen. Oder in der Gruppe. Ich bin kein begnadeter Sänger, aber inmitten einer großen Menschenmenge ein Lied zu singen ist etwas Wunderbares – ich werde getragen. Und hier traue ich mich auch, laut und frei zu singen.

Musik für jedermann/frau/kind/oma/opa/tante/onkel!  Auch wenn es nicht gleich offensichtlich ist, haben wir doch alle irgendwie einen Zugang zur Musik, auch hat die Musik einen Zugang zu uns...manchmal berührt sie uns. Lassen wir uns also berühren, und geben dieses Geschenk weiter.
Liebe Grüße von: Heike Fleischer

Montag, 9. Februar 2015

Helfen ohne Gewinn- macht das Sinn? Ja!



Der Helfer will ja helfen und nicht dem anderen etwas aufdrücken- genau das passiert aber sehr oft!

Helfen ohne Gewinn? Wie kann man überhaupt helfen und nicht gleichzeitig doch einen Gewinn haben??  Also noch mal: der, der hilft hat einen Gewinn, Was???  ...das ist aber eine ungewöhnliche Aussage! ? Und der, dem geholfen wird, ist irgendwie in einer benachteiligten Position und kommt durch das Helfen in einen Zugzwang, es wieder gut machen zu wollen. Ist das so!? Ja!



Die Werbung hat das schon längst raus und bringt den anvisierten Käufer gerne mit kreativen kleinen Geschenken in Zugzwang. Das fängt beim Kuli an und hört beim %Angebot für Stammkunden auf. Man nennt das ja auch Kundenbindung.



Ist es umgedreht? Der erste Satz hier im Artikel ist schon gleich etwas anderes als gewohnt. Da denkt man gleich, wie soll denn das gehen....Ist es nicht so, dass der, der hilft etwas gibt und dann immer weniger hat. Und der, der Hilfe bekommt immer automatisch der Gewinner ist?

Nein überhaupt nicht!







Der, der hilft bringt den Nehmenden immer in Zugzwang, denn er muss irgendwie "Danke" sagen. 

Der Helfer ist immer etwas größer, also in einer Handlungsposition. Der, der bittet ist etwas kleiner- weil er bedürftig ist.

Wenn ich selber Hilfe bekomme, zB nimmt die Nachbarin ein superschweres Paket für mich an, und ich muss abends dann nicht noch mit dem Auto zur Post... ist das noch relativ einfach- Beim nächsten mal gebe ich ihr die drei fehlenden Eier und wir sind uns wieder quitt.



Bezogen auf Helferberufe oder... die ganz gewöhnliche Familie: Wenn mir jemand etwas gibt, und es kann kein Ausgleich stattfinden, ruht mein Gewissen nicht eher, bis ich eine Lösung habe. Ansonsten ist danach so ein komisches Gefühl, dass noch etwas offen ist.




Unverschämtheiten - gibts natürlich auch: Mir ist klar, dass es genug Leute gibt, die nehmen ohne Ende und haben kein schlechtes Gewissen. Jeder macht das mal. Wie sich vermuten lässt, wird hier irgend wann eine Folge eintreten, das man sich wundert, warum das Paradies plötzlich aufhört...das ist ein anderes Thema...



Wie ist das aber in Helferberufen?


Warum bluten, die Helfer quasi aus und gehen auf dem Zahnfleisch- Wie kann es zum Burnout kommen, wenn die Helfer doch so eine offensichtlich gute Position haben. Da lässt sich vermuten, dass noch etwas fehlt! Genau: der Ausgleich!


Wenn ein Helfer auf Dauer gibt und das nehmende Gegenüber nicht "danke" sagt, kommt es zur Schieflage. Wo ist nun hier der Raum für eigenes Handeln- gibt es den, mitten im Stress: da kann ich nur sagen: ausprobieren:







1. Blickkontakt

Dem Helfer fehlt oft der Blickkontakt zu dem hin, der genommen hat. 


Der Nehmende bekommt oft vom Helfenden keine Chance für ein „Danke“: Schwestern und Pfleger im Krankenhaus sind
oft so in Eile, da bleiben diese kostbaren Sekunden auf der Strecke: Klar gibt es Patienten, die gerne ein „Danke“ sagen würden. Sie sehen aber nur noch das Pflegepersonal von hinten. Es fehlt einfach ein Raum für ein DANKE!



2. Beziehung  

Manchem ist eine Beziehung zum Patienten zu nah. Jemanden richtig in die Augen schauen... nicht jeder kann es- und auch nicht jeder Patient möchte das- Egal wie man es dreht, helfen geht nur in der Beziehung- wie will ich sonst herausbekommen, was der andere braucht?

Helfen hat untrennbar etwas mit Beziehung zu tun!

Wenn der, der hilft vor lauter Eile "den Vormittag rettend unterwegs" ist: Patienten mit Medikamenten, Essen, waschen versorgen, Diagnostik einleiten, in den OP Fahren, Notfälle uvm. Da ist kaum Raum für Beziehung! Eher das Gegenteil: Oft hört man: "Gerade kann ich ihnen nicht helfen ich habe keine Zeit- jetzt ist erst mal Visite..." Dieses Vakuum aus "Jetzt ist gerade keine Zeit für Beziehung", leitet manchmal die Schieflage ein.



3. Ich muss mir die Zeit nehmen überhaupt herauszubekommen, was der andere braucht. Gebe ich, weil ich meine zu wissen, was er braucht: brumme ich dem anderen die Hilfe auf- was sofort die Schieflage füttert.



4. Was braucht der andere überhaupt: Bevor ich helfe: "FRAGEN": ....was der andere braucht. Oder sagen: "Ist es okay, wenn ich ihr Bett zum Essen etwas hochstelle.  Das ist superschwer, wenn man als Routinierte Fachkraft alles schon weiß...und dann immer wieder fragen soll. Aber hier setzt die Beziehungsaufbau an!!! Genau hier im gewöhnlichen. Das schafft Vertrauen.
Unsere Abläufe in der Helferberufen können wie im Schlaf. Trotzdem ist ein plötzliches Bettenverstellen ganz schön überraschend- das einzig sichere, was der Patient im Krankenhaus nämlich hat ist sein Bett, dass ihn trägt. Denn von allen Seiten kommt immer jemand, rupft die Decke weg...und alles immer so schnell..



5. Hilfe zurückhalten. Ich denke das ist die schwerste Übung. Wenn ich immer gleich die Situation überblicke und sinnvoll handle: das ist eine unglaubliche Begabung. Kollegen schätzen das ungemein. Doch das kann auf Dauer einen Nachteil mit sich bringen: Wer immer auf Zack ist, verdrängt andere, die "es auch" lernen wollen. 

  • Wenn ich also eine Sache gut kann, diese auch mal abgeben können
  • warum sich nicht jemand andres schnappen und 
  • anlernen
  • Warum sich nicht umgucken
  • wer das auch gut machen könnte



6. Langsamer werden. Wenn ich schnell bin -werden andere automatisch langsamer...Warum brauche ich andauernd das Gefühl, ich habs heute sehr gut gemacht. Gut- reicht auch-



To Do! Chancen nutzen! Es ist nicht jeden Tag Stress: Wenn ein Tag mal nicht nur aus Dauerstress besteht, einfach mal einen der 6 Punkte auswählen und üben. In etwas Neues hineinwachsen kostet etwas Übung- das ist der eigene Einsatz für sich selber- Beziehungen nähren den Ausgleich, wenn man will und kann.




Liebe Grüße Systnurse