Samstag, 28. Juni 2014

Hilfe ist das anstrengend! Monotone Textmuster bei Menschen mit Demenz


Immer der selbe Text - eine Denkschleife hängt scheinbar fest und kann sich nicht lösen! Was kann man tun, wenn wenig Zeit ist und demente Bewohner/ Patienten/ Klienten immer wieder den selben Text wiederholen- es scheint gar nicht aufzuhören...

Auf meinen andern Blog: "Heilsames Singen mit Senioren", gibt es einen Artikel der genauso auch auf diesen Blog gehört. Es geht um monotone Textmuster bei Menschen mit Demenz. Also Texte, die endlos wiederholt werden und für die Person selber und die Pflegenden zur Herausforderung werden können.
Was kann man tun- Es gibt Handlungsmöglichkeiten- mit Wirkung. Hier geht es zum Artikel:



Systnures grüßt samstäglich

Sonntag, 22. Juni 2014

In Teams am Arbeitsplatz: "Sich überall beweisen müssen!"


Das tun, was man gut kann. In diesem Artikel geht es darum, was passieren könnte, wenn man einfach das tut, was man gut kann- und nicht so oft auf die anderen schielt. Arbeiten ohne Aufregung, ohne Vorwurf, ohne Misstrauen, einfach das tun, was man am besten kann. Es ist ja normal, dass innerhalb Teams am Arbeitsplatz,  der eine oder andere " es " besser kann. Also gibt es auch unterschiedliche Leistungen- aber: ohne Wertung:-) lebt es sich leichter.




Eine Wertung wäre: Ich habe es richtig gemacht, habe besser gepflegt, habe es schneller gemacht als...

Das man auch oft etwas in Bereichen tun muss, in denen man nicht gerade die Begabung hat, dagegen kann man nichts tun, außer neidlos auf die anderen schauen, die es besser können. Um sich dann anschließend auf die eigenen Stärken zu besinnen...
 
Dass jeder andere Begabungen hat, da liegt ein enormes Potential!! Wenn jeder seinen eigenen guten Platz im Team hat und sich entfalten kann, dann braucht es nicht mehr dieses nach oben recken: wer ist besser.  Aber, wer hat eigentlich welche Begabung:

Das zu entdecken ist die wunderbare Aufgabe von Leitungen. Denn wenn Begabung und Aufgabe sich decken, ist der Mensch glücklich....

Tipp für Leitungen: Fertigt doch für Euch selber eine Liste mit allen Kollegen an und schreibt mal auf, was jeder für Begabungen hat. Das schafft sofort mehr Handlungsraum im Verteilen der Aufgaben. Die Kollegen werden es danken. Man braucht übrigens nicht drüber reden, dass man nun begabungsorientiert arbeiten möchte. Nicht reden sondern tun-


Eine gute Leitung, das gibt es. Ich hatte mal 7 Jahre eine gute Leitung. Sie hat Stärken im Team erkannt- was ja eine Gabe ist, wenn eine Leitung Ihr Team kennt und Begabungen der einzelnen zu schätzen weiß.

Macht es nicht ungeheuer glücklich, wenn jemand sagt: "Ich habe vor kurzen gesehen, wie du letzte Woche im Lager was verräumt hast. Mensch, jetzt ist es viel übersichtlicher. Kannst Du im anderen Lager auch mal drüberschauen, und einen Vorschlag machen, wie man das einfacher strukturieren kann?"
So ist beiden geholfen.  Das ist doch ressourcen-orientiertes Arbeiten mit einem großen Schuss Validation!




Wenn ich mich überall beweisen muss, das nützt dem Eigentlichen ja nichts. Da verpufft viel Energie. 




Das Eigentliche nützt dem Leben. Das Beweisen müssen schafft Mühe,  einem selber und den anderen


Wie wirkt jemand, der offensichtlich etwas "beweisen muss"?
Wie wirkt jemand, der ohne Vorwurf einfach das tut, was jetzt im Augenblick offensichtlich "dran ist"-?


Wie kann man so eine Haltung lernen. Ich glaube Lernen ist schon mal ein wichtiges Wort, denn es lässt sich üben. Wichtig ist , dass der, der es "anders" macht, verbunden ist mit den anderen- also ohne Vorwurf und "habt ihr mich nicht gesehen, ich mache es anders als Ihr alle..."
Aber man kann es lernen, durch mehr Achtsamkeit. Der Aufwand lohnt und es ist spürbar für alle im Team- es erleichtert enorm die Zusammenarbeit.

wie kann man das üben
  • die eigene Würde achten, und die der anderen
  • wissen, dass Vorwürfe beide Seiten schwächen
  • die Absicht loslassen, dass man selber etwas besonderes erreichen möchte
  • lernen das eigene Potential und die eigenen Kräfte dankbar und mit Respekt zu nutzen
    ( Burnout )
  • vergnügt das tun, was in einem liegt und was man gerne macht
  • innerlich zu sich wohlwollend sein ( tolle Übung: jede Stunde am Tag ein mal kurz etwas Gutes über sich denken) 
Bin ich gut verwurzelt? Was lässt mich tiefer wachsen? Wo habe ich mich zuletzt entfalten können. Wer hat mir dazu Raum gegeben? Dann gehe ich doch dahin, wo ich wachsen kann. Manchmal hilft auch ein Teamwechsel.

Systnurse grüßt.





Donnerstag, 19. Juni 2014

wie bitte schön kann ich mich gut erholen!?

Erholung pur!! Wenn man schon in den Urlaub fährt ist doch eine gewisse Erwartung da sich auch erholen zu können. Aber wie??
Tausend Ideen reisen mit und warten auf die ruhige Zeit! Ich mache es mit guten oder witzigen Büchern, einem Spaziergang alleine, oder endlich ist mal Zeit zum "nur Gucken".

Ich erhole mich gut beim Malen- da passiert fortwährend etwas auf dem Papier- das ist spannend und braucht immer etwas Flexibilität, weil ja erst das Bild im Kopf ist und dann erst auf dem Papier- Niemals kommt bei mir das raus was ich plane. Doch ich bin immer Überrascht was rauskommt: schaut selber. Im folgenden mein Urlaubsmalbuch:


http://www.youblisher.com/p/918508-/


Jetzt wäre ich gerne Mäuschen und würde mal bei den Boglesern erspähen, was Ihr so macht um Euch zu erholen...Das ist so unterschiedlich, wie es Menschen gibt. Wenn man da voneinander wüsste könnte es passieren dass man sagt. "Och, das Probier ich auch mal"



Systnurse Frischegruß

Dienstag, 17. Juni 2014

Nicht alles jetzt tun müssen! Mit einem Schutzmantel geht das leichter.

In diesem Artikel geht es darum, dass man nicht alles jetzt tun muss. Dabei kann ein Schutzmantel helfen, indem man Entscheidungen fällt, die "innen" getroffen werden und nicht nur durch äußere Umstände gelenkt werden - müssen.


Dieses Bild entstand in Frankreich am Ende eines gepflegten Grundstücks mit einem sehr schön renoviertem 100 Jahre altem Haus, mit schickem Schwimmbad. Mir hat diese "Bruchbude", die ganz nah beim Schwimmbad (noch) steht sofort gefallen. Denn trotz allem !! hält sie!  Hineingehen würde ich ganz sicher nicht, aber es besteht anscheinend keine Notwendigkeit hier etwas zu unternehmen. Wahrscheinlich erledigt sich hier alles irgendwann von selbst...Und keinen stört es, wenn`s denn mal kracht.





    Es kommt der gute Zeitpunkt und dann merkt man: " Ja jetzt ist Zeit dafür!" Jeder hat da ja so seine eigenen Strategien, wie er oder sie die To Do Listen abarbeitet. Von Zeit zu Zeit bietet es sich aber an, die Strategien zu wechseln. Warum?


    Wenn alte Muster öde werden und nicht mehr mit nötiger Energie geleistet werden können.


    Viele gute Ideen! ...manchmal kommen überraschend gute Ideen, was zu tun wäre, oder was ich unbedingt machen möchte. Die wichtige Frage ist ja die: Was mache ich zuerst, was ist jetzt am dringendsten- was lasse ich



    Dabei können ein paar Fragen helfen:
    1. die jetzige überschaubare Situation kennen- lernen- Das braucht mehr Zeit als sofort zu handeln!
    2. einschätzen, ob ich selber entscheiden kann oder "nur" getrieben entscheiden könnte
    3. meinen Schutzmantel kennen und aktiv nutzen- können
    4. Atmen... und dann erst handeln- wenn ich will- sonst lieber lassen,
    5. Angst haben, dass die Entscheidung verkehrt sein könnte kann jeder- ist aber vielleicht nicht wichtig oder hilfreich


    Das macht lebendig: Dass fast jede Minute Entscheidungen zu treffen sind ist spannend und macht uns lebendig! Die meisten Aufgaben sind routiniert, andere fordern uns ganz schön heraus- was ja auch mit Spass verbunden sein kann! Ich muss nicht alles jetzt machen. Auch gute Gelegenheiten kann man sich ruhig mal entgehen lassen- Ja(!) - denn dann kann für die Zukunft noch etwas übrig bleiben...




    Definition: Schutzmantel

    Ein guter Schutzmantel oder Schutzraum ist überlebenswichtig! Der eigene "Schutzmantel", was könnte man darunter verstehen? Es beschreibt Maßnahmen,  wie ich mich vor Druck schützen kann. Und zwar Druck von außen oder auch eigener Druck von innen. Dabei macht es Sinn, beim "Klappe schießen" ohne Vorwurf zu sein. Denn damit können andere wenig anfangen. Wenn das jemand das erste mal macht, holpert es vielleicht noch, weil andere das neue Verhalten nicht so recht deuten können- das gibt sich aber-


    Meiner Erfahrung nach geht das Schützen nicht von selbst. Es muss bewusst aktiv "ersehnt" werden. Erst wenn die Not groß genug ist, merkt man dass keiner da ist der einen schützt- Diese Illusion kann sehr lange dauern. Nein, das Krankenhaus schützt mich nicht vor Druck, auch nicht die Stationsleitung, auch nicht die Kollegen. Wenn ich dennoch mal Schutz erfahre, dann meint es jemand gut mit mir, aber nicht weil er oder sie "muss".

    Viele Kinder erleben diesen Schutz zu allererst in einer Familie, das ist ein wunderbarer
    Schutzraum-wo Kinder heranwachsen, die sich auf besondere Art entwickeln können. Jeder weiß was passiert wenn dieser Schutzraum nicht ausreichend da war/ ist.

    Rundum geliebt: Unglaublich was man sich in einer gewöhnlichen Familie leisten kann und man wird noch immer mit Pudding und Socken versorgt. Vielleicht hatte man dann auch Glück und die Umgebung in der man sich weiterentwickelt hatte gab einem auch Schutz-  Und darum ging es mir in diesem Artikel: Was tue ich, wenn ich den Schutz nicht mehr habe: Ich sorge für mich selber.

    Liebe Grüße Sytnurse