Dienstag, 23. Dezember 2014

Schenken kostet - fast nichts...

Manchmal kommt es einem wieder in den Sinn- schenken ist noch mal was anderes als es so allgemein gelebt,  gesehen und "verkauft" wird.... Einfach auf das Video klicken.

Ich wünsche allen eine gute Weihnachtszeit
Eure Systnurse


https://www.facebook.com/video.php?v=312968282238806&pnref=story

Freitag, 19. Dezember 2014

Singen mit Flüchtlingen

Gestern war es soweit, wir starteten mit dem "Singen mit Flüchtlingen".
Hier dazu mein Bericht:

Gestern war das erste Singen mit Flüchtlingen. Zuerst meint ein Musiker vorher ja oft, es komme auf die eigene Musik an- auf die eigene Vorbereitung und das Singen/musizieren an sich- Ich glaube: Vorbereitung ist DIE Grundlage, aber mehr auch nicht- - - -Denn es ist meistens anders- so auch gestern.: Geplant war: eine Gitarre, eine Geige und Kontrabass. Zuerst sagt einer der Musiker unter 24 Stunden vorher ab- plötzlich keine Zeit.... wunder- wunder- staun - keinen Ersatz besorgt, nicht mal drüber nachgedacht.

Daraufhin habe ich mein Konzept geändert und das Kontrabass spielte Gitarre und die Geige bereitete 15 Stücke vor und 3 Easy "Chorlieder" mit Vorsingen- Nachsingen Konzept. - - - Geplant war ein Spielen in den Kellerräumen des Flüchtlingshauses.

Zu einem Raum fehlte der Schlüssel im anderen waren keine Stühle und keine Tür. Der zweite Musiker kam zu spät. Die Caritasleitung meinte, kommen Sie, wir laden jetzt alle im Flüchtlings-Haus ein. Da habe ich gesagt: bevor ich nicht einen Ton mit einem mir fremden Musiker zusammen gespielt habe, kann ich nicht einladen- ich weiß ja gar nicht was wir zusammen drauf haben...

Glücklicher Weise kam ab nun alles, wie von alleine. Sobald wir anfingen mit irischer Musik, kamen die Leute -die Tür hatte ja gefehlt und nun hallte es druchs ganze Haus. Einer nach dem anderen kam. Schnell war klar, die wollen mitmachen und singen.

Nun kam mein Einsatz- Ich dirigierte mit allem was ich dabei habe- Hände und Füße - alle Tonhöhen zeigte ich an, damit sie wussten wo sie hinsingen mussten: mal hoch mal tief...und alle Infos dazu in englischer Sprache...Total süß war: die meisten dirigierten mit-die hatten so Lust sich zu bewegen.

Das Lied: "Freedom ist coming oh yes I know“, kam sehr gut an." Auch das deutsche Lied, "Ich bin da und du bist da". Die Männer sangen das "dubidubi du" zum Schluss sehr Lustvoll mit der Kopfstimme. Dann wurde klar, dass eine Frau ein Solo geben wollte ( Es war übrigens ein totaler Männer Überhang, nur zwei Flüchltingsfrauen waren da) Sie sang das Solo - und ich war überrascht, denn die Gitarre, und ich mit Geige- haben sie begleitet – schön, wenn einem Töne einfallen, die man gar nicht gedacht hat, und sie hören sich richtig(!) an- ist das improvisieren?

Später sangen noch 3 Männer aus Somalia. Unserer "Gitarre" fielen auch hier Akkorde ein- wobei diese Klänge mit Vierteltönen schon überraschen und ein deutsches Gehirn etwas ratlos machen. Aber die Augen der Sänger haben geleuchtet-und wie-
Überhaupt war es eine sehr gelöste, neugierige, aufmerksame und respektvolle Stimmung. Zum Schluss kam noch eine Familie mit kleinen Kindern und ich hörte hinterher, dass ein Gehörloser auch dabei war.

Das machen wir im Januar noch mal.

Freitag, 7. November 2014

Liebe Verzaubert- je länger je mehr

Ohne Worte.
Ich lasse das Bild mal den Rahmen sprengen, es braucht viel Platz!

Systnurse:-)

http://www.cosmopolitan.com/sex-love/news/a29698/photos-of-true-love-that-will-melt-your-heart/
Bildquelle:  cosmopolitan

Montag, 27. Oktober 2014

Erweiterung statt Desillusionierung


Bin ich gerne in den Gruppen, in denen ich mich engagiere?


In diesem Artikel geht es um eine "Gruppe" in der ich mitarbeite oder einfach Mitglied bin. So ist es fast immer: anfangs ist man gerne dabei. Sonst hätte man sich nicht angeschlossen. Im Laufe der Zeit verändert sich "anschleichend" etwas. Das anfängliche Engagement rutscht irgendwie etwas ab. Man fühlt sich nicht mehr so ganz dabei.





Die offene Frage ist irgendwann: bleibe ich oder gehe ich.
  1. Wo stehen wir- wo stehe ich heute? Ich fühle mich unzufrieden in einer Gruppe
  2. Wo wollen wir hin: Ein Ziel ist zu wissen, bleibe ich in einer Gruppe oder gehe ich. Zu wissen warum ich bleibe ist wichtig - Für welche meiner Werte stehe ich ein, auch wenn andere nicht dasselbe denken oder tun
  3. Wie komme ich dahin? Erkennen wo ich stehe, herausbekommen was jetzt gut für mich ist- was will ich neu in den Blick nehmen. Was ist das, was mich antreibt, die Gruppendynamik oder das was mir wichtig ist.
  4. Warum lohnt es sich das Ziel zu erreichen- Wer tut, was er nicht will, lebt in einem Konflikt, schlimmsten Falls über Monate. Wer tut was er möchte, ist besser dran. Eine wichtige Erkenntnis ist: das kostet auch Mühe, lässt einen aber wachsen- das ist wiederum ein grooßes Geschenk



Wir alle sind in irgendwelchen Gruppen
: Vereine, Ausschüsse, Organisationen, Elternbeirat, Stadtrat, Flüchtlingshilfe, Kirchengruppen, Kirchenrat, Sportverein, Ausschuss für Hygiene im Krankenhaus- Das Team in dem man arbeitet- was auch immer.

Veränderungen im Laufe der Zeit: Tatsache ist, dass sich -beispielhaft -"ein Verein" im Laufe der Zeit verändert und ich auch. Es vollzieht sich oft ein Wechsel: zuerst schwimmt man in der Masse mit und macht die vorgegebenen Arbeiten in seinem Bereich. Dann entwickelt der eine oder andere ein neues Profil, das so wichtig ist für die gesamte Gruppe- aber nicht immer gleich seinen neuen Platz findet.

Einsam. Dieses Weiterentwickeln ist oft eine einsame Geschichte. Die Gruppe merkt es nicht und unterstützt auch nicht- das kann sie gar nicht. In diesem Moment kann das Gefühl kommen: "Und jetzt gehe ich." Die anderen verstehen mich nicht.

Erweiterung statt Desillusionierung: Wer geht, verpasst vielleicht einen inneren Erweiterungsschritt. Denn eine Gruppe braucht mutige, braucht stille Beobachter, die auch Dinge sehen können, die sonst kaum einer sieht. Das kommt vor: diese Personengruppe sichert auch schon mal das Überleben einer Gruppe.

Desillusionierung bringt Ernüchterung, ein Aufwachen, ein Stopp, oder auch einen Schock: Alles ist ganz anders als gedacht- Man hat auf etwas gebaut, dass ganz anders war als bis gerade noch gedacht. Vorwurf und Groll sind oft dabei- Desillusionierung macht die Schotten erst mal dicht- Selbstschutz ist angesagt.

Erweiterung bringt Frischluft. Die Spielwiese ist geöffnet und großzügig beim Austeilen. Wie ein plötzlicher Horizont mit vielen Möglichkeiten ist da. Will angeschaut werden und wirtkkt aufmunternd.
Was mache ich damit?

Anziehend: Das was ich zuerst sehe, wirkt anziehend und interessant. Es spricht mich an und beschäftigt mich. Es braucht alle meine Begabungen dazu. Die Aufgabe fällt mir leicht und ich habe Lust in meinem Bereich dazuzulernen.

Ohne Lobmotor. Ich kann nun arbeiten ohne auf das Lob der anderen warten zu müssen- so wie früher. Ich mache es gerne. Ich spüre Boden unter mir, der mich trägt. Ich merke ich will genau das tun was ich gerade tue.


Entfaltung: Jetzt wird es spannend. In dieser Phase ist plötzlich vieles möglich. Hörend arbeiten, auf das Bauchgefühl achten, bewahrt vor manchen überflüssigen. Einflussnehmen wollen ist nicht mehr wichtig. Die eigene Arbeit wirkt von alleine. Wer gibt, ohne Augen die immer wieder fragen "ist es gut-genug" wirkt anziehend. Geben ohne Groll, Geben ohne Vorwurf ist faszinierend -fällt auf.

Keinen Platz: Hat das alles jedoch keinen Platz in der Gruppe, bildet sich eine zunehmende Distanz und man geht. Egal, welche Fragen nun kommen, egal welche Vorwürfe oder Neid (der traut sich was- sollte ich auch?) Die Entscheidung bildet sich und klärt sich von Tag zu Tag.

Aufhören können ist auch ein Neubeginn und eine Riesenchance. Dahin gehen wo man wirklich gebraucht wird. Dahin gehen wo offene Türen sind.



 Systnurse grüßt- 






Bild 2,3 4 Pixelio 

Dienstag, 16. September 2014

Hohes Engagement ist nicht für alle sichtbar-

In diesem Artikel geht es um das hohe Engagement ehrenamtlicher. Sie halten viel zusammen und machen viele Veranstaltungen erst möglich- ohne sie- wären manche schlecht versorgt- hätten weniger Spaß- keinen Kuchen- kein Theaterstück-kein Frühstück, keinen Vortrag, keinen Chor, kein Auto, keine geführte Reise, kein Seminar- keine Kinderbetreuung- die Liste ist endlos- sie betrifft auch außergewöhnliches in der Pflege- keiner in der Pfelge tut nur das, was Not tut- das ist gut!!

Ich habe Tränen gelacht, als ich den Film gesehen habe- siehe unten-
-Hohes Engagement ist nicht für alle sichtbar...andere denken: "Es ist doch alles nach Plan gelaufen..."
Jeder, der ehrenamtlich unterwegs ist, kennt das: Man läuft sich die Füße platt, sitzt stundenlang an Plänen und deren Umsetzung, telefoniert, organisiert, macht dann doch - mal eben schnell- vieles selber. Dann kommt der Tag "X" alle sind da: und?????? läuft alles nach Plan!



Es ist ja wie immer, alles ist da- 
Innerlich ist man noch außer Atem, es war doch viel mehr als gedacht. Die stille Frage in einem drin formt sich zu: ich fühle mich allein, merkt keiner dass...nein-

Jemand sagt beiläufig, früher war ich auch so dumm und habe das alles gemacht. Was bleibt: das Stille Glück allein- hat`s was gebracht? Vielleicht das nächste mal nicht- oder: Ja- mache ich es noch mal? Ja, das mache ich. Warum?


Viele Jahre habe ich genommen- bin auf Jungscharlager gefahren, habe in Chören gesungen, habe mit vielen gefrühstückt und nicht gedeckt und abgetrocknet, war auf kostenlosen Seminaren, habe Unterlagen bekommen, habe von Vorbildern gelernt- was mir bis heute ein Gewinn ist.
Jetzt bin ich dran zu geben.

Ich bin auch alt genug um einschätzen zu können, was ich leisten kann. Ja, manchmal tut ein Lob schon gut. Aber bekommt man das Lob- reicht es doch nicht aus um alles aufzuwägen.
Etwas von sich, seinem Engagement und Begabung(!) zu schenken ist meine Entscheidung. Grenzen ohne Groll zu setzen gehört dazu. Das bringt einem das Leben schon bei...denn Groll macht nur kurzfristig "lebendig". Danach zerstört es das zarte was nötig ist, damit etwas gedeiht.

Und die Desillusionierung tut halt manchmal weh. So wie das Pferd im Film nicht mehr so aufgeräumt aussieht, als es die Ringe überreicht. Aber hätte man in seine Augen geschaut, hätte man mehr sehen können.

Die anderen haben ja nicht mitbekommen- was alles passiert ist... 

Ja, genau das ist der Kerngedanke! Und?- juckt es mich- manchmal schon- aber für wen mache ich denn alles- für die anderen? Das reicht nie, nie, nie-
Ich mache es, weil ich auch schon so viel von anderen genommen habe, und es überhaupt nicht gemerkt habe-Oft habe ich auch vergessen "DANKE"! zu sagen. Na, dann- ich bin so wie die anderen- auch nicht besser- ui-

- Angelagrüße

Donnerstag, 4. September 2014

- Eure Zeit ist begrenzt -



Kostbar- unsere Zeit- weiß ich es heute? Manchmal ja - manchmal nein.
-ein Zitat von Steve Jobs- Angelagrüße



Samstag, 28. Juni 2014

Hilfe ist das anstrengend! Monotone Textmuster bei Menschen mit Demenz


Immer der selbe Text - eine Denkschleife hängt scheinbar fest und kann sich nicht lösen! Was kann man tun, wenn wenig Zeit ist und demente Bewohner/ Patienten/ Klienten immer wieder den selben Text wiederholen- es scheint gar nicht aufzuhören...

Auf meinen andern Blog: "Heilsames Singen mit Senioren", gibt es einen Artikel der genauso auch auf diesen Blog gehört. Es geht um monotone Textmuster bei Menschen mit Demenz. Also Texte, die endlos wiederholt werden und für die Person selber und die Pflegenden zur Herausforderung werden können.
Was kann man tun- Es gibt Handlungsmöglichkeiten- mit Wirkung. Hier geht es zum Artikel:



Systnures grüßt samstäglich

Sonntag, 22. Juni 2014

In Teams am Arbeitsplatz: "Sich überall beweisen müssen!"


Das tun, was man gut kann. In diesem Artikel geht es darum, was passieren könnte, wenn man einfach das tut, was man gut kann- und nicht so oft auf die anderen schielt. Arbeiten ohne Aufregung, ohne Vorwurf, ohne Misstrauen, einfach das tun, was man am besten kann. Es ist ja normal, dass innerhalb Teams am Arbeitsplatz,  der eine oder andere " es " besser kann. Also gibt es auch unterschiedliche Leistungen- aber: ohne Wertung:-) lebt es sich leichter.




Eine Wertung wäre: Ich habe es richtig gemacht, habe besser gepflegt, habe es schneller gemacht als...

Das man auch oft etwas in Bereichen tun muss, in denen man nicht gerade die Begabung hat, dagegen kann man nichts tun, außer neidlos auf die anderen schauen, die es besser können. Um sich dann anschließend auf die eigenen Stärken zu besinnen...
 
Dass jeder andere Begabungen hat, da liegt ein enormes Potential!! Wenn jeder seinen eigenen guten Platz im Team hat und sich entfalten kann, dann braucht es nicht mehr dieses nach oben recken: wer ist besser.  Aber, wer hat eigentlich welche Begabung:

Das zu entdecken ist die wunderbare Aufgabe von Leitungen. Denn wenn Begabung und Aufgabe sich decken, ist der Mensch glücklich....

Tipp für Leitungen: Fertigt doch für Euch selber eine Liste mit allen Kollegen an und schreibt mal auf, was jeder für Begabungen hat. Das schafft sofort mehr Handlungsraum im Verteilen der Aufgaben. Die Kollegen werden es danken. Man braucht übrigens nicht drüber reden, dass man nun begabungsorientiert arbeiten möchte. Nicht reden sondern tun-


Eine gute Leitung, das gibt es. Ich hatte mal 7 Jahre eine gute Leitung. Sie hat Stärken im Team erkannt- was ja eine Gabe ist, wenn eine Leitung Ihr Team kennt und Begabungen der einzelnen zu schätzen weiß.

Macht es nicht ungeheuer glücklich, wenn jemand sagt: "Ich habe vor kurzen gesehen, wie du letzte Woche im Lager was verräumt hast. Mensch, jetzt ist es viel übersichtlicher. Kannst Du im anderen Lager auch mal drüberschauen, und einen Vorschlag machen, wie man das einfacher strukturieren kann?"
So ist beiden geholfen.  Das ist doch ressourcen-orientiertes Arbeiten mit einem großen Schuss Validation!




Wenn ich mich überall beweisen muss, das nützt dem Eigentlichen ja nichts. Da verpufft viel Energie. 




Das Eigentliche nützt dem Leben. Das Beweisen müssen schafft Mühe,  einem selber und den anderen


Wie wirkt jemand, der offensichtlich etwas "beweisen muss"?
Wie wirkt jemand, der ohne Vorwurf einfach das tut, was jetzt im Augenblick offensichtlich "dran ist"-?


Wie kann man so eine Haltung lernen. Ich glaube Lernen ist schon mal ein wichtiges Wort, denn es lässt sich üben. Wichtig ist , dass der, der es "anders" macht, verbunden ist mit den anderen- also ohne Vorwurf und "habt ihr mich nicht gesehen, ich mache es anders als Ihr alle..."
Aber man kann es lernen, durch mehr Achtsamkeit. Der Aufwand lohnt und es ist spürbar für alle im Team- es erleichtert enorm die Zusammenarbeit.

wie kann man das üben
  • die eigene Würde achten, und die der anderen
  • wissen, dass Vorwürfe beide Seiten schwächen
  • die Absicht loslassen, dass man selber etwas besonderes erreichen möchte
  • lernen das eigene Potential und die eigenen Kräfte dankbar und mit Respekt zu nutzen
    ( Burnout )
  • vergnügt das tun, was in einem liegt und was man gerne macht
  • innerlich zu sich wohlwollend sein ( tolle Übung: jede Stunde am Tag ein mal kurz etwas Gutes über sich denken) 
Bin ich gut verwurzelt? Was lässt mich tiefer wachsen? Wo habe ich mich zuletzt entfalten können. Wer hat mir dazu Raum gegeben? Dann gehe ich doch dahin, wo ich wachsen kann. Manchmal hilft auch ein Teamwechsel.

Systnurse grüßt.





Donnerstag, 19. Juni 2014

wie bitte schön kann ich mich gut erholen!?

Erholung pur!! Wenn man schon in den Urlaub fährt ist doch eine gewisse Erwartung da sich auch erholen zu können. Aber wie??
Tausend Ideen reisen mit und warten auf die ruhige Zeit! Ich mache es mit guten oder witzigen Büchern, einem Spaziergang alleine, oder endlich ist mal Zeit zum "nur Gucken".

Ich erhole mich gut beim Malen- da passiert fortwährend etwas auf dem Papier- das ist spannend und braucht immer etwas Flexibilität, weil ja erst das Bild im Kopf ist und dann erst auf dem Papier- Niemals kommt bei mir das raus was ich plane. Doch ich bin immer Überrascht was rauskommt: schaut selber. Im folgenden mein Urlaubsmalbuch:


http://www.youblisher.com/p/918508-/


Jetzt wäre ich gerne Mäuschen und würde mal bei den Boglesern erspähen, was Ihr so macht um Euch zu erholen...Das ist so unterschiedlich, wie es Menschen gibt. Wenn man da voneinander wüsste könnte es passieren dass man sagt. "Och, das Probier ich auch mal"



Systnurse Frischegruß

Dienstag, 17. Juni 2014

Nicht alles jetzt tun müssen! Mit einem Schutzmantel geht das leichter.

In diesem Artikel geht es darum, dass man nicht alles jetzt tun muss. Dabei kann ein Schutzmantel helfen, indem man Entscheidungen fällt, die "innen" getroffen werden und nicht nur durch äußere Umstände gelenkt werden - müssen.


Dieses Bild entstand in Frankreich am Ende eines gepflegten Grundstücks mit einem sehr schön renoviertem 100 Jahre altem Haus, mit schickem Schwimmbad. Mir hat diese "Bruchbude", die ganz nah beim Schwimmbad (noch) steht sofort gefallen. Denn trotz allem !! hält sie!  Hineingehen würde ich ganz sicher nicht, aber es besteht anscheinend keine Notwendigkeit hier etwas zu unternehmen. Wahrscheinlich erledigt sich hier alles irgendwann von selbst...Und keinen stört es, wenn`s denn mal kracht.





    Es kommt der gute Zeitpunkt und dann merkt man: " Ja jetzt ist Zeit dafür!" Jeder hat da ja so seine eigenen Strategien, wie er oder sie die To Do Listen abarbeitet. Von Zeit zu Zeit bietet es sich aber an, die Strategien zu wechseln. Warum?


    Wenn alte Muster öde werden und nicht mehr mit nötiger Energie geleistet werden können.


    Viele gute Ideen! ...manchmal kommen überraschend gute Ideen, was zu tun wäre, oder was ich unbedingt machen möchte. Die wichtige Frage ist ja die: Was mache ich zuerst, was ist jetzt am dringendsten- was lasse ich



    Dabei können ein paar Fragen helfen:
    1. die jetzige überschaubare Situation kennen- lernen- Das braucht mehr Zeit als sofort zu handeln!
    2. einschätzen, ob ich selber entscheiden kann oder "nur" getrieben entscheiden könnte
    3. meinen Schutzmantel kennen und aktiv nutzen- können
    4. Atmen... und dann erst handeln- wenn ich will- sonst lieber lassen,
    5. Angst haben, dass die Entscheidung verkehrt sein könnte kann jeder- ist aber vielleicht nicht wichtig oder hilfreich


    Das macht lebendig: Dass fast jede Minute Entscheidungen zu treffen sind ist spannend und macht uns lebendig! Die meisten Aufgaben sind routiniert, andere fordern uns ganz schön heraus- was ja auch mit Spass verbunden sein kann! Ich muss nicht alles jetzt machen. Auch gute Gelegenheiten kann man sich ruhig mal entgehen lassen- Ja(!) - denn dann kann für die Zukunft noch etwas übrig bleiben...




    Definition: Schutzmantel

    Ein guter Schutzmantel oder Schutzraum ist überlebenswichtig! Der eigene "Schutzmantel", was könnte man darunter verstehen? Es beschreibt Maßnahmen,  wie ich mich vor Druck schützen kann. Und zwar Druck von außen oder auch eigener Druck von innen. Dabei macht es Sinn, beim "Klappe schießen" ohne Vorwurf zu sein. Denn damit können andere wenig anfangen. Wenn das jemand das erste mal macht, holpert es vielleicht noch, weil andere das neue Verhalten nicht so recht deuten können- das gibt sich aber-


    Meiner Erfahrung nach geht das Schützen nicht von selbst. Es muss bewusst aktiv "ersehnt" werden. Erst wenn die Not groß genug ist, merkt man dass keiner da ist der einen schützt- Diese Illusion kann sehr lange dauern. Nein, das Krankenhaus schützt mich nicht vor Druck, auch nicht die Stationsleitung, auch nicht die Kollegen. Wenn ich dennoch mal Schutz erfahre, dann meint es jemand gut mit mir, aber nicht weil er oder sie "muss".

    Viele Kinder erleben diesen Schutz zu allererst in einer Familie, das ist ein wunderbarer
    Schutzraum-wo Kinder heranwachsen, die sich auf besondere Art entwickeln können. Jeder weiß was passiert wenn dieser Schutzraum nicht ausreichend da war/ ist.

    Rundum geliebt: Unglaublich was man sich in einer gewöhnlichen Familie leisten kann und man wird noch immer mit Pudding und Socken versorgt. Vielleicht hatte man dann auch Glück und die Umgebung in der man sich weiterentwickelt hatte gab einem auch Schutz-  Und darum ging es mir in diesem Artikel: Was tue ich, wenn ich den Schutz nicht mehr habe: Ich sorge für mich selber.

    Liebe Grüße Sytnurse

    Sonntag, 4. Mai 2014

    Bilder haben immer eine Überraschung...

    Bilder haben immer eine Überraschung- jeder schaut mit anderen Augen und sieht mit seinem "inneren Auge" anders als andere. Dazu ein paar visuelle Angebote in einem Fotobuch:-)
    Klickt einfach auf das Bild! Viel Spass:

    http://www.youblisher.com/p/882035-Fotokreative-Schoenheiten/


    Alle Bilder sind von meiner Tochter -im Garten von Ihrer Oma aufgenommen- die ja bekanntlich meine Mama ist-! Sie wurden dann noch von mir bearbeitet und betextet. Meine Freude an Fotobearbeitungsprogrammen ist nicht gering!

    Systnurse grüßt am Sonntag mit Sonne-
    im Besonderen Doris:-)


    Donnerstag, 10. April 2014

    Validation= Wertschätzung

    Wertschätzung kann man leicht geben, wenn man sieht und zuhört.

    Wikepedia:....Validation oder auch Validieren ist eine wertschätzende Haltung, die für die Begleitung und Pflege von Menschen mit Demenz entwickelt wurde. Sie hat zum Ziel, das Verhalten von Menschen mit Demenz als für sie gültig zu akzeptieren („zu validieren“). 

    Menschen mit Demenz passen oft nicht zu unserem Lebensmuster- sie passen sich dummerweise  nicht an uns an. Das kommt dann meist eher ungelegen und ist auf allen Ebenen für uns mehr oder weniger umständlich. Die Begegnung ist nicht vorhersehbar.

    Menschen mit Demenz 
    haben ihren eigenen Rhythmus. 
    Das bringt 
    uns
    leicht durcheinander- uns-
    Wenn ich gegen etwas oder gegen jemand bin, bin ich im größten Kontakt mit etwas oder dem anderen. Ein Beispiel:  Ich bin gegen Regenwetter. Immer muss ich auf der Hut sein und beschäftige  mich immer wieder mit: Der Wettervorhersage, Regenkleidung, Urlaubsregionen die Wetterstabil sein- sollen... das beschäftigt und zieht einen in den Bann.
    Wenn ich gegen eine Wand bin, dann muss ich mich gegenlehnen- dabei bin ich im totalen körperlichen Kontaktmit der ( blöden störenden Wand) Wenn ich loslasse, seht die Wand immer noch- ich kann mich aber abwenden oder die Wand als gültig akzeptieren- und  bin ich plötzlich frei und handlungsfähig.

    Im folgenden habe ich zwei Videos gefunden, sie sind ins deutsche übersetzt- aber trotzdem verständlich-In den beiden Videos geht es um die unvorhersehbare Wirkung von Wertschätzung- sie breitet sich aus wie ein warmer Frühlingsregen....



    Tipp: Beobachten und Wahrnehmen sind zwei völlig unterschiedliche Werkzeuge- Wenn man beide getrennt übt, weitet sich die Wahrnehmung enorm- Ich habe das selber staunend erfahren.
    Wie kann man das üben? Mal einen Tag nur vermehrt beobachten und einen anderen vermehrt wahrnehmen- das ist eine tolle Erweiterung des eigenen Erfahrungshorizontes. Freue mich über Kommentare- Teilen von Erfahrungen ist ein Geschenk:-)

    Systnurse grüßt validierend...

    Donnerstag, 3. April 2014

    Was ist ein Experte....???


    Ein Experte ist jemand...der in einem bestimmten Umfeld alle Fehler gemacht hat, die man machen kann.

    Nice Grüße Systnurse
     

    Montag, 31. März 2014

    was ist einer der wichtigsten Helfer, zur guten inneren Balance?


    In diesem Artikel geht es um das Phänomen, dass Körper und Seele ständig versuchen das Gleichgewicht zu erhalten. Eine ständige Balance, die uns das Leben erst ermöglicht. Wenn der Körper zu uns redet, ist das wie eine Einladung zum Leben zurückkommen zu dürfen.
    Eine Krankheit ist immer unangenehm. Diese Sprache verstehen wir jedoch hin und wieder- daher bleibt der Körper uns treu und versucht es immer wieder...



    Überall im Freundeskreis und anderswo hört man immer wieder:
    • Der Nachbar hat einen Hexenschuss
    • Die Mutter einer Freundin einen Schlaganfall
    • Die Kollegin ist seit Wochen krank und bekommt ihre Erkältung einfach nicht los
    • Die Tochter einer Bekannten hat immer wieder Asthmaanfälle

    Warum geschieht das? Grad war noch alles in Ordnung und wie aus "heiterem Himmel" erwischt es jemand - und der Alltag kann durch eine neuerlichen Krankheit plötzlich nicht mehr bewältigt werden.

    Da traut man sich kaum eine Antwort zu geben. Über mich selber kann ich jedoch nachdenken- wenn ich will. Das kostet aber immer wieder etwas Mut- weil`s ans Eingemachte geht. Es geht da nur um mich.

    Wenn durch einseitige Dauerbelastung eine Schieflage aufkommt, redet der Körper. Das mögen wir nicht. Was wir mögen ist, wenn alles so einigermaßen nach Plan läuft.




    Jeder Mensch möchte die Kontrolle über gewisse Dinge haben: Die Art meiner Arbeit, das Einkommen, das was ich zu Essen vor mir habe, Freunde, was ich in der Freizeit machen kann, über meiner Kinder, dass sie einen guten Weg gehen-
    Ha, erwischt....
    Da hört es schon bald wieder auf. In meinem Leben geht es in erster Linie um meinen Einflussbereich und der fängt bei mir an und hört bei mir auf.

    Woran merke ich das, das mein Einflussbereich begrenzt ist? Alles was ich denke, tue, träume, mir wünsche oder nicht wünsche findet in mir statt. Die Folgen trägt mein Körper. Von Anfang an reagiert der Körper unmissverständlich auf das, was von außen kommt und von mir nach außen geht. Wird es ihm zu viel, setzt er Grenzen.

    Zusammenhänge erkennen: Ich vermute, dass die Grenzen- durch Krankheitsymptome- die plötzlich da sind kommen, damit man endlich Zusammenhänge sehen kann die sonst bis zum Nimmerleinstag verborgen bleiben würden.
    Welche Grenzen meine ich? Die Liste ist wohl endlos und vielfältig wie die Masse aller Menschen die je gelebt hat. Ich überlege, ob ich jetzt überhaupt etwas aufzählen soll. Jeder weiß was ich meine. Vielleicht könnte man sagen, es beginnt beim Durst und das Bedürfnis zu atmen und etwas zu essen und hört bei Herzschmerzen und Kreislaufzusammenbruch auf? Alles dazwischen sind freundliche Nuancen- auf die man reagieren kann oder nicht.




    Ich sollte, ich müsste-"Oh ja, ich könnte:.....wenn ich wollte!"

    Nun ist das Leben doch freundlich und schenkt pro Lebensjahr viele Möglichkeiten dazuzulernen. Gott sei Dank können wir lernen und auch gewisse Sachen anders machen als bisher. Wie das geht, das ist dann Gnade wenns gelingt. Dazu hier einen...
    Tipp:
    1. Erkennen um was es geht
    2. das Thema mit Leib, Seele und Geist erfassen
    3. Formulieren
    4. Aufschreiben, dazu einen schönes Papier nehmen
    5. diese eine Sache bei sich tragen wie einen Schatz
    6. diese Sache wertschätzen
    7. achtsam sein
    8. danke sagen, wenn etwas wie eine Einsicht auftaucht
    9. warten können, wenn der gute Zeitpunkt noch nicht da ist
    10. bereit sein wenn er da ist
    11. dann das tun was Not tut

    Und hier ist nun die Antwort auf die Frage im Titel dieses Artikels:

    Ich komme noch mal zum Titel zurück! Was ist nun einer der wichtigsten Helfer zur eigenen inneren Balance? Jetzt hat es eh jeder gelesen: Unser beseelter Körper. Er redet auf die eine oder andere Art derart klar, dass es fast eine Kunst ist ihn nicht zu hören. Und doch bekommt es der eine oder andere hin...mit der Folge von Krankheitsymptomen, die man ja überhaupt nicht haben wollte-

    Liebe Grüße: Systnurse

    Samstag, 22. Februar 2014

    Talente tauchen aus der Tiefe auf - in Krisen


    Personalnotstand: Wenn alles wie immer läuft, das würde doch unglaublich Energie sparen.
    Man müsste sich nicht aufregen.
    Alle würden das tun was sie immer tun.

    In diesem Artikel geht es um etwas das auftaucht in der Not: Talente.

    Sind alle Plätze wie immer besetzt- beruhigt das ungemein. Jeder hat seine gewohnte Aufgabe.
    Wenn jemand ausfällt, springt oft der bewährte Ersatz ein,  auch wenn er dadurch viel mehr arbeitet wie andere. Manchmal wird übersehen, dass es eventuell noch mehr Möglichkeiten gäbe.






    Bodensee: Bild mit Text: Angela Krüger

    Fällt dieser Ersatz auch mal aus, muss die Notbesetzung her. Dabei wird allen klar, heute läuft es nicht so wie sonst. Es wird gestöhnt und geschimpft. Dabei übersieht man, dass das Ende noch lange nicht in Sicht ist- Sondern in der Not tun sich manchmal neue Möglichkeiten auf, die sonst unsichtbar geblieben wären.

    Eine Überraschung kommt oft in der Not. Oft kommt dann mit einer neuen mutigen (!) Besetzung eine Überraschung. Da entpuppt sich plötzlich jemand mit einem Talent, das bisher keinen Platz hatte. Ich spreche aus Erfahrung. Solange "die Macher" alles machen, haben andere mit ähnlichen Talenten keinen Platz sich zu entfalten. Sie bleiben unsichtbar. Zum Üben braucht es halt eine Bühne. Räumen die anderen die Bühne nicht können wichtige Ressourcen der Gruppe gar nicht genutzt werden.


    Nachwuchs: Manchmal ist aus so einer gut gelungenen "Ersatzbesetzung" schon ein richtig neuer guter Nachwuchs entstanden. Da war wohl der richtige Zeitpunkt und die richtigen Kollegen dabei...

    Achtung, man kann nämlich sehr leicht durch eigene Voreingenommenheit so einmalige Gelegenheiten verstreichen lassen. Man stöhnt dann und sagt: "Hoffentlich ist es beim nächsten mal so wie immer!"

    Systnursegrüße


    Ps.: Noch ein Nachsatz: Mir ist wie jedem klar, dass Personalmissstände durch unentdeckte Talente nicht gerettet werden können.- Nur jammern verbaut manchmal vielleicht Chancen- Jeder war wohl schon mal erstaunt, dass es in einer "unmöglichen" Besetzung richtig gut zu arbeiten war. Gut, wenn man das den Kollegen dann auch sagt: "Heute war es zusammen richtig gut!"

    Bünenbild:freepic.com

    Freitag, 7. Februar 2014

    Glückstagebuch? Wen interessiert`s ob ich glücklich bin?

    Jeder hat sich wohl schon mal über diese Fragen Gedanken gemacht...Macht es Sinn zu wissen ob man glücklich ist? Soll ich immer wieder drüber nachdenken, ob ich glücklich bin??!!
    Geht`s mir besser oder schlechter- wenn ich weiß, ob ich glücklich bin.

    Was macht mich Glücklich? ...die Zwiebel im Salat oder braucht es mehr. Ich glaube manchmal reicht tatsächlich die Zwiebel-  Manchmal braucht es mehr.







    Hier in diesem Artikel geht es um ein Glückstagebuch, und ob es denn Sinn machen könnte, so einen Aufwand zu treiben. Denn in ein Tagebuch kommt ja täglich ein Eintrag, oder??

    Ich habe schon ein Buch über das Glück gelesen und es hat mich nicht wirklich weiter gebracht. Vielleicht muss man nicht nur lesen, sondern selber gucken was man ist: Glücklich oder nicht- Beides ist ja kein Drama...aber interessant ist es doch-

    Jetzt habe ich seit Januar ein Glückstagebuch. Ein einfacher A5 Buch-Kalender bekam einen schönen Einschlag. Die ersten Tage im Jahr habe ich versuchsweise drei Stempel pro Tag eingesetzt. : Easy: einfach drei Zahlen; 1, 2 und 3. Damit möchte ich mich täglich... erinnern dass nur drei Sachen kurz stichpunktartig notiert werden.

    Nun ist mir aufgefallen, dass ich oft Dankbarkeiten aufschreibe. Was ist eigentlich Glück? Dankbarkeit und Glück ist da ein Unterschied? Vielleicht ist es so: Dankbarkeit ist eine Art "Bringeschuld", nachdem man genommen hat. Glück ist irgendwie leichter, unbekümmerter, es kommt so unscheinbar daher. Ganz unaufgeregt und freundlich- ohne etwas zu wollen.

    Ist Glück da, hätte ich es am liebsten länger. Aber das Glück bleibt vielleicht lieber, wenn man sagt: "Ach schön, dass Du da bist. Du kannst so lange bleiben, wie du willst. Wenn du gehst ist es auch okay. Du bist ein gern gesehener Gast!"


                                                                               


    Glück, das da ist, ist irgendwie unempfindlich. Aber es mag scheinbar nicht bedrängt werden, so als könnte man es kaufen. Die Werbung tut so, als ob das ginge- zu gerne glaubt man es und gibt Geld aus. Das macht wohl jeder immer wieder mal. Dabei  kann man genauso gut mit den Händen oder nackten Füßen über eine warme Frühlingswiese reiben...und das ist echtes: "Glück" auf der Haut und mit allen Sinnen. Glücklich, der will, was er hat. Die Wiese ist für alle da, alle haben Füße. Es scheint, als macht der Spruch Sinn: "Das Glück ist zum Greifen nah"-

    Tipp:
    Vielleicht erwischt jemand noch ein Kalenderbuch und hat Glück, zahlt nur die Hälfte, weil 2014 schon etwas angefangen hat- und kann noch 11 Monate Glück sammeln und entdecken: Das Glück kommt leise daher- kommt und geht und kommt und...g... - für jeden-

    Psst, ein Geheimnis: Nur wer es fühlt, sieht und riecht, hat es und kann es wieder lassen, weil es ein treuer Gesell ist.

    Systnurse hat Glück-auch-


    Montag, 13. Januar 2014

    Ich weiß wo mein Platz ist- manchmal-

    Wo ist eigentlich mein Platz? Das ist eine gute Frage. In diesem Artikel geht es darum herauszubekommen, wie wichtig ist es, zu wissen wo mein Platz ist. Vielleicht ist es sogar essentiell wichtig.

    • Einen Platz in der Familie...Verwandtschaft... 
    • Einen Platz im Beruf- im Team
    • Einen Platz im Verein
    • Einen Platz in der Kirche
    • Einen Platz in der Nachbarschaft
    • Einen Platz...


    Wer keinen Platz hat, ist ohne "eigenes Land" in dem er sich entfalten könnte. Ein Volk ohne Land muss immer in Verteidigungsstellung sein...

    Ein Mensch ohne Platz hat ein ähnliches Problem. Gewöhnlich hat jeder erst mal einen Platz innerhalb der Familie. Hier kann man satt werden, hier ist man willkommen, hier bekommt jeder was er braucht: Essen, Wärme und Liebe. Das wäre der Idealfall.

    Das ist nicht immer so. Dann kann es trotzdem gelingen, anderen einen Platz zu geben, auch wenn man nicht die "volle Dosis" bekommen hat... Vielleicht können "die" es sogar ganz gut! Sie wissen wie es sich anfühlt keinen Platz zu haben.










    Drei Beispiele aus der Praxis:

    1. Ein guter Platz in einer Gruppe: 

    Vor kurzen beim Arbeiten auf Station im Krankenhaus weckten, meine Kollegin und ich morgens, einen Patienten. Der Patient hat in seinem Leben eine Menge Alkohol getrunken mit allen Folgen für die Gesundheit die einem so einfallen-  Er kann zwischendurch einigermaßen klar denken, aber hin und wieder ist er wie umgewandelt und sehr aggressiv- trotz Bauchgurt und Fixierung an den Händen- wegen der parenteralen Ernährung...die er sonst nicht toleriert.
    So auch an diesem Morgen, er war körperlich und verbal aggressiv. Er brauchte jedoch dringend unsere Hilfe und wehrte sich aber gegen die Hilfe- Das ist irgendwie verdreht: jemand braucht Hilfe und beschimpft die Helfenden. Wir schafften es dann doch und der Patient lag wieder sauber im Bett.

    Genau diesen Patienten fragte ich später, während der Pflege eine interessante Frage: "Was ist für sie eine der schönsten Sachen, an die Sie sich in ihrem Leben erinnern." Der Patient bekam ganz große fragende Augen. Ich sagte nur: Sagen Sie halt grad, was Ihnen zu erst einfällt!" und sein Gehirn begann intensiv zu arbeiten-Er antwortete dann rasch: "Feste feiern" Nun antwortet ich- "Meinen Sie das vielleicht so: Man kommt auf ein Fest und jemand sagt: "Ach setz di nieder. Kim her, auf di ham wir g`wartet" Als er meine Worte hörte fühlt er sich sichtlich verstanden und jetzt strahlte er übers ganze Gesicht.

    2.
 Einen Platz im Zug
 brauchen.
    Jeder kennt das, man sucht im Zug oder der S Bahn einen Platz. Genauso ging es mir mal im Zug. Ich war gerade eingestiegen und öffnete die Tür zu einem 6er Abteil. Drinnen saß ein Pärchen, das gerade die letzten Nadelstiche zu ihrem Karnevalkostüm für Venedig nähte. Ich war noch nicht richtig im Abteil, da sagten Sie tatsächlich: "Komm rein, auf Dich haben wir gewartet!" Und hinterher war es so warm und wertschätzend im Abteil, dass ich es heute noch weiß.

    3. Gerne einen guten Platz in einer Gruppe haben wollen
    
Oder noch ein Beispiel, das mir sofort einfällt. Ich war auf einem Volkstanzseminar in Fulda (!) und abends sangen wir ein paar Lieder. Da bemerkte eine andere Teilnehmerin: „Auf so Leute wie Dich wartet schon lange unser Chorleiter in Ottobrunn im Osten von München.“ Ich wohnte ja auch in München aber im Westen, in Nymphenburg. Tatsächlich bin ich immer eine Stunde gefahren und bin dem Chor beigetreten. Noch heute nach 25 Jahren habe ich Kontakte zu einigen Sängern. Die Zeit im Chor hat mich und mein Leben sehr geprägt: sieben Jahre privates Gesangsstudium, Soloauftritte, ich wurde auch Chorleiter, und gebe Gesangsunterricht. Diese Geschichte ist richtig gut ausgegangen. Das ist nicht immer so. Manchmal habe ich einen Platz und bin alleine.





    Tipp zum Nachdenken:
    Ein einziger Satz kann so viel bewirken... Da kann man mal nachdenken:
    • Wo habe ich schon von anderen einen Platz bekommen?
    • Wo habe ich anderen einen Platz gegeben?
    • Wie weh tut es, wenn dieser Satz im Raum steht und keiner sagt ihn?
    • Warum sagt manchmal keiner diesen Satz? 
    • Nicht immer nur warten, dass andere mir einen Platz geben- 
    • den Augenblick nicht verpassen, wenn ich dran bin anderen einen Platz zu geben
    Mangelnde Gelegenheit ist wohl eher nicht die Ursache. Solche wertschätzenden Sätze sind nicht so einfach da. Bevor so ein Satz gesagt wird, braucht es etwas. Was?

    Vorher hilft es von sich selbst wegzusehen, den anderen erkennen, wer er ist. Erfassen, was ihn speziell ausmacht. Das kann jeder, wenn er möchte.

    Wenn einer, der schon von anderen einen guten Platz bekommen hat, genau das weiter gibt, ist das ein guter Ausgleich- Das fühlt sich warm an, wie ein Segen.

    Systnurse