Dienstag, 10. September 2013

Hochsensibilität in Helferberufen

Hochsensible sind ein Gewinn für jede Gruppe. Nicht immer ist es der Gruppe angenehm, auf etwas hingewiesen zu werden, was alle anderen nicht bemerkt haben. Doch der Hochsensible hat es gemerkt. Manchmal ist es für alle wichtig, sehr wichtig- manchmal war es nicht wichtig. Jeder in der Gruppe/ im Team braucht einen guten Platz.

Teams mit Hochsensiblen In Teams gibt es immer wieder mal Hochsensible, oft ist anderen in der Gruppe bekannt, wer das ist. Wie immer hat das zwei Seiten: Die Hochsensiblen sind sehr präsent in ihrer Wahrnehmung. Sie zeigen es oder sind still und - - - leiden?

Hochsensible haben unter anderem zwei Möglichkeiten: Die Sensibilität nutzen, oder darunter zu leiden. Um die eigene Hochsensibilität zu wissen ist der erste Schritt.

Elaine N. Aron: Der amerikanischen Psychologin Elaine N. Aron gebührt das Verdienst,die hohe Sensibilität aus fachlicher Sicht zur passenden Zeit »entdeckt« und den Begriff Highly Sensitive Person
geprägt zu haben.

Nun ein Beispiel aus dem Krankenhaus: Eine Patienten ist frisch operiert. Am Folgemorgen kommt eine Schwester schwungvoll ins Zimmer und möchte der Patientin das erste mal helfen, aufzustehen. Die Patientin hat Angst, zeigt es aber nicht. Die Patientin reißt sich zusammen und versucht den schnellen Anweisungen der Schwester zu folgen. Gerade sitzt sie endlich an der Bettkannte, da kommt eine neue Kollegin und löst die vorherige ab, da die erste Schwester dringend ans Telefon muss.
Nun hilft die zweite Schwester der frisch operierten Patientin vor das Bett und begleitet sie ins Bad. Dabei schafft die Schwester es, mit ruhigen Worten, vorbereitend, alle Bewegungen so zu kommentieren und zu unterstützen, dass die Patientin Vertrauen gewinnt und sich mit weniger Schmerzen bewegen kann.
Die Schwester gehört zu den Hochsensiblen. Sie hat nach Jahren der Übung die gute Mischung gefunden, Ihre Begabung mit hoher Wahrnehmung so einzusetzen, dass sie aus ihrer Mitte heraus handeln kann. Vor Jahren noch, hat sie darunter gelitten, dass sie zu langsam arbeitet und die Kollegen manchmal irgendwie auch genervt waren, weil sie mit ihrer Art: zu reden und zu arbeiten immer aufgefallen ist.

Sie hat es geschafft etwas bei sich zu ändern, als sie merkte, was für einen Gewinn sie gerade, durch die Hochsensibilität, tagtäglich im Leben hat. Zuerst sah sie sich als Opfer Ihrer großen Reizüberflutung. Nun ist es ihr ein großer Schatz, dass sie Dinge wahrnimmt und genießen kann, die anderen verborgen bleibt.
Seit dieser Entdeckung kann sie oft- nicht immer- ihre Wahrnehmung steuern. Wenn das gelingt, ist das ein großes Glück. Am Beispiel oben: für die Schwester selber und die Patientin.




Jedes Team ist anders, es lebt immer aus der Mischung aller Persönlichkeiten. Dadurch wird jedes Team erst individuell kraftvoll und handlungsstark! Mit Hochsensiblen und ohne. Mit stillen Leuten und ohne, mit Hauptrednern und ohne. Mit Kritikern und ohne, mit Intuitiven und ohne, mit Nörglern und ohne, mit... und ohne. Und mit mir.
Unten ist eine Buchempfehlung. Wenn ihr auf den Namen des Autors klickt gelangt ihr zu einem PDF- eine Leseprobe, mit etlichen Seiten aus dem Buch, wer das Buch bestellen möchte: das Bild des Buches ist verlinkt. Wie immer geht der Gewinn -wenn Ihr über meinen Amazonlink einkauft-an einen guten Zweck.



Hier ein Auszug aus einem Buch von
Rolf Sellin: Wenn die Haut zu dünn ist.
Der Beitrag der Hochsensiblen
Die meisten Hochsensiblen sind von dem tiefen Wunsch beseelt, die Welt menschlicher zu gestalten, und sie sind bereit, das Ihre dafür zu bewirken. Und genau darin kann ihr Beitrag für die Gesellschaft liegen. Denn sie sind es, die es als Erste merken, wenn etwas ungerecht ist oder nicht stimmig. Sie erkennen als Erste, was fehlt. Und oft sind sie die Vorreiter, die zuerst die Auswirkungen zu spüren bekommen, wenn die Menschlichkeit zu kurz kommt

Grüße: von Nursetalk

Ps: Habt Ihr eigene Erfahrungen? Schreibt mir doch über mein Kontaktformular Eure Nachricht mit eigenen Erfahrungen zum Thema. Danke!

1 Kommentar:

  1. WOW - danke für das Aufmerksam machen - eine neue Erkenntnis für mich!
    LG, Heike

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