Montag, 26. August 2013

Was wäre, wenn ich eine Stressbremse jederzeit einsetzen könnte!

Manchmal scheint es so, als gäbe es kein Mittel um den Stress runter zu bremsen. Hätte ich doch bloß meine Stressbremse dabei! Aber Stopp!

Macht es überhaupt Sinn den Stress runter zu bremsen? Was ist, wenn mitten in der Hektik plötzlich alles ruhig wird und jeder seine Arbeit langsamer verrichtet- ganz geklärt merken plötzlich alle: ach so geht es auch! Wäre die teilweise sehr hohe Arbeitsflut überhaupt so zu bewältigen? Der Körper kann mit Stress gut umgehen- aber begrenzt.



Aber nun der Reihe nach:
  1. was ist überhaupt eine Stressbremse
  2. Die Wissenschaft findet ein Protein, das Stress bremst
  3. Ist Stress als Energielieferant nicht doch herzlich willkommen? 
  4. Was sagen Menschen am Ende ihres Lebens zu dem Stresskonzept, dass sie Ihr Leben lang verfolgt haben?

Was denkst Du, was eine Stressbremse ist? Besser gesagt, was sind Deine erprobten Stressbremsen. Das Gefühl kennt wohl jeder: Gerade hat man noch eifrig ein Ziel verfolgt, das im nächsten Augenblick schon nicht mehr zählt. Das fühlt sich nicht immer gut an. Meistens sogar sehr ernüchternd.
    1.  Was ist überhaupt eine Stressbremse?   
    Ganz spontan verstehe ich darunter, einen ganz speziellen Gedanken, der es mir schlagartig nicht mehr ermöglicht so weiter zu arbeiten, wie gerade noch intensiv getan. Man kann sofort aufhören, weil der Sinn der gerade verrichteten Arbeit plötzlich ein ganz anderer geworden ist.

    2. Die Wissenschaft findet ein Protein, das Stress bremst
    Auch die Wissenschaft forscht, bezüglich einer Stressbremse. Sie haben ein Protein SPRED2 gefunden, dass mit der Stressbremse Verbindung steht: Hier kann man folgenden Artikel der Universität Würzburg lesen:
     Wenn die Stresbremse versagt. Die Forscher haben aber leider noch keine Lösung gefunden, oder einen Ansatz der helfen könnte ein Muster leichter unterbrechen zu können. Andererseits möchte ich persönlich auch kein Medikament nehmen, wäre es noch so einfach und genial in seiner Wirkung. Da mach ich mich lieber selber auf den Weg und werde fündig- alleine oder mit Hilfe von außen.

    3. Ist Stress als Energielieferant willkommen?
    Ja, ich bin ganz froh, dass ich viel  Energie habe, wenn viel zu tun ist. Der Körper ist da ja zum Glück sehr angepasst. Nehme ich viel Arbeit wahr, kann der Körper zu meinen persönlichen Höchstleistungen auffahren. Also nur über Stress zu schimpfen geht auch nicht. Das gesunde Maß, die Balance ist es mal wieder, die aufatmen lässt.

    4. Was sagen Menschen am Ende ihres Lebens zu ihrem eigenen Stresskonzept, das sie Ihr Leben lang verfolgt haben? Ein Zitat von einer Website:
    "Eine australische Krankenpflegerin hat über Jahre notiert, was Sterbende am Ende ihres Lebens am meisten bereuten. Unter den Top Five der Reue: "Hätte ich nur nicht so viel gearbeitet!" 


    Übung: Wichtig ist, sich selbst zu beobachten und das eigne Arbeits-Stressmuster kennen zu lernen. Wie geht das?  Eine einfache Übung ist, sich zu merken: Bei welchen Situationen atme ich erleichtert auf. Das kann in der Natur sein, oder beim Bilder anschauen, beim Treffen mit guten Freunden, beim Trinken von einem Glas Wasser, beim Anziehen einer Strickjacke wenn mir kalt ist, beim Hören von richtig schöner Musik, beim Riechen eines vertrauen guten Geruchs... Frischer Kuchen...Parfüm oder oder oder....

    Tipp! Indem man sich nach Stresssituationen Zeit nimmt, sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Kleinste persönliche Änderungsmöglichkeiten kommen zum Tragen, wenn Du sie erkennst, aufschreibst und übst. Denn Umlernen ist echt schwer. Da gilt die alte Regel: steigt der Leidensdruck, ist auch oft Energie da Neues einzuüben. Oft ist diese gute optimale Lernphase durch übermäßiges Arbeiten verdeckt gewesen und weit überschritten. Dann kann es bekanntlich zum Burnout kommen. Hier hilft nur noch Hilfe von außen.
    Ich denke nur wer sich hier pflegt und auch mal intensiv Zeit verbringt die eigene Resilienz zu fördern, hat auf  Dauer einen Arbeitsplatz der erfüllt und somit auch die Existenz sichert...


    Mein Lernziel: 1 Wissen, bei welchen Gelegenheiten atme ich erleichtert auf, dass es mir richtig weit ums Herz wird
    Mein Lernziel 2 Was ist für diese Woche eine kleinste Änderungsmöglichkeit, die mir als Stressbremse sehr gut helfen kann. 

    Klar, dass es hier sehr hilft, wenn Ihr Euer Lernziele anderen auch mitteilt oder zugänglich macht. Davon profitiert jeder. Die anderen Leser und Ihr selber auch:-) und ich!

     
    Freundlich grüßt: Systnurse
















Donnerstag, 8. August 2013

Versteckt und doch ganz da!

Wer hätte es gedacht...dass Werner Heisenberg schon gegen 1950 erkannt hat, was wir im Alltag sehr oft übersehen...das nicht alles so ist - wie es scheint. Dass mehr passiert als wir wahrnehmen, dass manches aber auch zum Glück anders ist, als erwartet.

Der Physiker hat festgestellt, dass: "...bestimmte Messgrößen eines Teilchens (etwa sein Ort und Impuls) nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden können." (Wikepedia) Übersetzt könnte man sagen: Ein Physiker hat festgestellt, dass nicht alles gleichförmig und berechenbar ist. Ich finde das beruhigend und gleichzeitig beunruhigend, denn der Mensch möchte doch gerne die Kontrolle über bestimmte Abläufe haben.

Mir gefällt jedoch, dass wir als Geschöpfe weiterhin nur Erklärende sind und nicht Schöpfer unserer selbst. Heute gab`s beim Autofahren den Radiosender Horeb und da hörte ich folgenden Satz:


Versteckt und doch ganz sicher da: So vieles ist da, aber wir verpassen es vielleicht, weil wir abgelenkt sind. Die mobilen Endgeräte tun da Ihren Anteil. In der S Bahn sind oft Mitfahrer, die in der Nähe sitzen, am Tippen, Ziehen, Schreiben, Lesen, Organisieren oder Telefonieren. 

Zeit in der wir warten ist: "UNSRE ZEIT", also kostbare Zeit. Mensch, das wird immer schwieriger, diese Zeiträume aktiv zu "NEHMEN". Dann ist das "GEBEN" plötzlich wie eine Erleichterung. Wer gefüllt ist, dem fällt es leicht zu Geben. Wer kennt das nicht, dass man etwas in sich hat, was man unbedingt weitergeben muss.
Ich finde es spannend, was wir alles aufnehmen können und nicht bewusst merken. Unser Körper ist im Wahrnehmen und Aufnehmen unnachahmlich gut. Im Systemischem Arbeiten kann man da eine Menge über Beobachten und Wahrnehmen dazulernen. Seit dem ich mit Systemischer Beratung in Berührung gekommen bin, hat das Vertrauen in meine eigene Wahrnehmung zugenommen. Oft bin ich tief berührt, was so alles da ist, was ich vor Jahren nicht sehen konnte. Eine Atempause ist ein Geschenk der Wahrnehmung. Und dann ist auch wieder Kraft, zum Anpacken was das Leben so bietet!


Freundlich grüßt. Systnurse