Montag, 31. Dezember 2012

V........, aber gerne


Dieses Jahr hat es in sich gehabt…für mich jedenfalls.
Jeder kennt das wohl: Nicht annähernd, das, 
was man sich vornimmt läuft auch so. Zu dumm. 

Zumal das viel Energie raubt. Ist es nicht manchmal so:
obwohl vieles, was man sich für dieses Jahr vorgenommen hatte, 
nicht erreicht wurde, fühlt man sich doch im Ganzen 
erfüllt. Warum könnte das so sein? 
Na ja, es ist wohl ein Geschenk. 



Ich hatte die letzte Zeit eine neuartige Perspektive, die es mir manchmal ermöglicht hat, mal anders zu Handeln, anstatt nur alles „abzuarbeiten“.  Oder man braust durch den Tag, weil so viel auf einen zukommt.


Das Zauberwort (es kommt natürlich erst weiter unten)  für dieses Jahr, ist für mich….natürlich verbunden mit einem Preis. Wer beispielsweise das ganze Sortiment eines Geschäftes kauft,  zahlt mehr als der, der nur fünf Teile kauft. Einer, der sehr viel kauft hat `ne Menge zu schleppen und zu versorgen.





Die andere Version mit „Fünf Teilen“, zahlt weniger,  muss aber auch auf die vielen anderen Möglichkeiten verzichten. Schwupps: hier ist das Zauberwort: „Verzichten“.  Wer will das schon? Wenn ich etwas haben könnte, und dann trotzdem nicht zuzugreifen? Wer schafft das schon? Jeder- aber nicht so oft? Offenen Auges verzichten, ist nicht die einfachste Übung.



Tipp: Das kann jeder ganz leicht mal probieren. Nämlich gerade dann, wenn die eigene Luft so ziemlich raus ist. Wenn eh nicht mehr viel geht. Wie kann ich das ausprobieren: indem ich auf die „große Version“ verzichte. Vielleicht sage ich einfach: "Schade- Heute gibt es nur die kleine Variante". Bewusst  auf „mehr“ verzichten, mit Respekt und Achtung vor der gewählten Möglichkeit.

In helfenden Berufen ist ja ein weites Feld zum Üben: Was mache ich-was lasse ich? Dabei kann es mehr kosten etwas zu lassen, als es doch noch drauf zu packen. Letztendlich zählt leider oft nur, wenn der Körper einen Impuls gibt- und ausbremst. Wer verzichtet hat mehr!



Oder ich kann sagen: „Ich verzichte ganz  auf eine besondere Möglichkeit, weil ich glaube, dass ich heute und auch morgen gut versorgt werde.
Stimmt das überhaupt? Ist das nicht unsere Erfahrung, dass unser Leben bis heute gut gereicht hat. Mit allem Überfluss und Mangel, den jeder individuell, persönlich erlebt hat- sind wir noch am Leben (!) Mal ehrlich gesagt, ist es manchmal nicht sogar richtig gehaltvoll und überraschend schön, das Leben?

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Auswählen - oder mal auslassen einer - der Möglichkeiten, die kommen werden.

Freundlich grüßt: Systnurse