Dienstag, 26. Juni 2012

Handeln, trotz allem alten klebrigem Vergangenheitskram

Ich sollte eine ganz bestimmte Sache endlich tun!
Warum kommt es immer wieder dazu:

 "Es nicht zu tun"! 
 Zur Überschrift: Unter "Vergangenheitskram" meine ich: Schlechte Sprüche und Erfahrungen, Rückschläge und Frustkommentare von anderen kann ja keiner direkt brauchen. Diese Sprüche - eigene -  und die der andern bremsen und bringen den "Karren" so richtig zum Stehen. Das geht dann so weit, bis der Entschluss feststeht: "Hier mache ich nichts mehr, diese eine nervige Sache kann mir mal den Buckel runter rutschen."

Vielleicht überlegst Du kurz - sicher fällt Dir - und mir... eine Sache die zu tun wäre ein..... Diese Sache und dieses Thema fällt Dir aber routiniert immer wieder hinten runter, weil sie nervt. Sie nervt so, dass Du sie nicht machst. Am liebsten niemals tun würdest...

Etwas kapiert haben und umsetzen, das befreit. Das gibt ein unglaubliches Gefühl von: "Endlich, habe ich es gemacht. War gar nicht so schwer. Mensch, das war echt fällig. Und jetzt geht es mir gut"- denkst Du dann vielleicht.

Um was geht es eigentlich? Na, die eine Sache, die reif ist - die eine Sache, die schon so lange da ist, die darauf wartet umgesetzt zu werden. Sie ist schon so lange auf der "To do Liste" dass die Überschrift, dieser einen nervigen Sache, schon fast vergessen ist. Aber nur fast.


Vielleicht kennst Du das auch: Von ein und demselben Problem kommt dann immer wieder ein Lebenszeichen. In den verrücktesten Situationen taucht es unaufdringlich auf und ist plötzlich da- mal wieder- Ratlosigkeit- Was machst Du dann?  Was könnte helfen den alten Hut endlich loszuwerden!
Nun weiß ich nicht an was Du gerade denkst.- Welche Sache Dich unglaublich nervt und im Weg steht. Tatsache ist, dass es uns Energie raubt, die für andere Sachen nötiger wäre. Was für einen Zaubertrank gibt es denn, damit Bewegung reinkommen kann...
Hier ein paar Überlegungen.
  •  Sage den Namen des Problems laut. Denn alles, was einen Namen hat, und eh kein Bleiberecht hat, geht -früher oder später- aber es geht.
  • Auch ein "Nichtbeachten" eines Problem-Themas ist eine "Art": Pflege und nährt das Problem kontinuierlich
  • Entwickle eine Vorstellung davon, wie es konkret sein müsste, damit du Dich wohlefühlen kannst- in Bezug zu diesem Thema
  • Entwickle zu dieser Vorstellung ein inneres Bild. Bilder leiten  überraschend leicht zu anderen guten Wegen.
  • Der erste Schritt ist der wichtigste zur Änderung, wer den kennt, hat sich schon vom Alten, nervigen entfernt.
  • Dieser erste Schritt ist der entscheidende. Schenke ihm genügend Respekt und Achtung. Sage ihm : "danke". Er ist kein Störenfried, sondern der Schlüssel zum nächsten Schritt.
  • Halte Dich ruhig eine Weile beim ersten Schritt auf, warte bis die Lust kommt den zweiten zu gehen. Bitte nicht zu früh den Zweiten machen. Zeit lassen, ist hier ein Schlüssel.

    Wo ist hier der Ausgleich? Das Problem, das nicht angeschaut, sondern gefürchtet wird ist übermächtig und hat zu viel Gewicht. Es benötigt zu viel Energie, um immer wieder unterdrückt werden zu können. Derweil ist es freundlich und will angeschaut und beachtet werden. Sobald es ins Licht - ins Bewusstsein - darf, kommt Bewegung und Handlungsfähigkeit.

     Liebe Grüße Systnurse


Dienstag, 12. Juni 2012

Goethe vor 1900: Warum sollte ich eine Pause einlegen...

Ein überraschende Beobachtung bei einem kleinen Ausflug in die Geschichte...Wir Menschen sind uns zu allen Zeiten doch ähnlicher als man denken könnte...

Goethe vor 1900: "Warum sollte ich eine Pause einlegen...mir fällt gerade nicht ein, was ich zu beklagen hätte...Warum sollte ich zur Kur nach Bad Pyrmont fahren...wie all die Jahre zuvor. Auch meine Ärzte können nicht wirklich etwas finden, was die Empfehlung einer Erholungsphase begründen würde", sagt sich Goethe Ende des 18. Jahrhunderts.- Ich entnehme, für diesen Blogartikel Inhalte aus einem Brief, den er nach langer Krankheit an seine Mutter schrieb...

Zur Vorgeschichte: Goethe war schwer erkrankt und ist nun wieder auf dem Weg der Besserung. Im Brief überdenkt er noch mal, wie es zu der Erkrankung kommen konnte. Hier nun Teile aus dem Brief, die ich aus einem alten Buch von 1931 entnommen habe:

"Das Übel hat mich freilich nicht ganz unerwartet überfallen, denn schon einige Zeit ging es mir nicht so recht gut. Hätte ich, wie die Jahre zuvor die Kur gemacht, wäre es sicherlich besser ausgegangen. Man empfahl mir zur Erholung diese Reise nach Pyrmont, aber durch Bequemlichkeit, Geschäfte und Ökonomie ließ ich mich abhalten, und so blieb nun der weitere Verlauf und das kommen einer Krise dem Zufall überlassen.   Nach verschiedenen katarrlischen Beschwerden, wurde ich schließlich richtig krank. Es folgten gefährliche neun Tage, an die ich mich kaum erinnere. Dann wurde es bald besser und ich kam wieder richtig zu mir."

Wer bekommt es besser hin? Ich  finde die Beschreibung sehr sympathisch. Genau so kann es zu allen Zeiten passieren. Nach so einer Phase einer Krankheit oder Krise ist der Geist wieder richtig wach und nimmt das Leben als Geschenk, mehr denn je, oder?

Systnurse

Montag, 11. Juni 2012

Wertvoll, kostbar ist jeder- jeder

Du denkst, das heute
ist ein neuer Tag,
wie jeder andere auch.
Es ist ein Tag,
für Dich gemacht.
Er ist für Dich geschaffen worden.
Es ist ein Geschenk an Dich.
Es ist das einzige Geschenk, das du im Moment hast- gerade jetzt.
Sieh diesen Tag an, wie ein Tag, der der erste ist- in Deinem Leben.
Sieh ihn an als einen Tag, als wäre es der letzte.
Verlebe diesen Tag in Achtung und Respekt und in Dankbarkeit.
Öffne Deine Augen und sei überrascht, sei überrascht, dass Du Augen hast, die Du öffnen kannst.
Was für ein großartiger Tag- teile ihn mit den Menschen, die um Dich sind.
Was für eine Bereicherung: Geben und Nehmen ist so eine außergewöhnliche kostbare Gabe.
Reich beschenkt-

Dieser Text ist ein Teil in dem Video. Heute habe ich einen kurzen Film: die Bilder sind schon aussagekräftig genug. - Es macht nichts- finde ich, dass es auf Englisch ist: Nur Mut und einfach mal ein paar Minuten schauen. Das Mädchen am Anfang erzählt so authentisch, dass es auch Chinesisch reden könnte...Also mindestens 2 Minuten gucken, gell?
Systmurse grüßt.

Samstag, 9. Juni 2012

Mein Kreativblog!

Ich freue mich sehr über Euren Besuch, auf meinem neuen Blog!! Seit einiger Zeit habe ich zusätzlich einen Kreativblog! Na klar, der ist für meinen persönlichen Ausgleich... Schaut doch mal vorbei.

Der Blog soll Anregung geben "völlig uneigen- nützig" Papier überaus kreativ zu gestalten, und vieles mehr- Interessiert?? Ich werde regelmäßig neue Papier und geniale Stempelideen vorstellen. Ein Klick und Ihr seid drüben auf dem Blog:
 like stamps so much: das Bild ist verlinkt:


Dienstag, 5. Juni 2012

Atempausen sind unglaublich gesund!

Eine Atempause ist eine verrückte Sache. Wer macht das freiwillig, Aufzuhören mit Atmen! Im Krankenhaus wird durch Ärzte und Pflegepersonal alles getan, damit die Atempausen der Patienten nur ja nicht zu lange dauern.

Hier erfahrt Ihr, warum Atempausen unglaublich gesund sind: für das Pflegepersonal....Das Personal ist enorm unter Druck. Wenn beispielsweise ein Behälter zu viel Luft bekommt, platzt er. Zu viel, zu stark kompensierte Luft ist da.

Beim Burnout ist zu eng gepackte Energie, die dann irgendwann kippt, in eine Erschlaffung. Was könnten Sie vorher tun, um zu Atem zu kommen? Wie kann erholsames Atmen eigentlich gelingen, bevor ein Burnout da ist?

Erholsames Atmen kann gelingen, wenn nach einer Ausatmung eine kurze Atempause einplant wird. Die Einatmung, die sich anschließt hat einen besonderen Genuss, weil die Luft wie von selbst tief in Euch einströmen kann. Wer also Luftnot verspürt, kann - durch Atempausen - mehr Luft bekommen, als wenn er sich hektisch vollpumpt. Das gilt für gesunde und bedingt auch für atemwegserkrankte Menschen.

Was tut Ihr, wenn bei Euch die Luft ganz raus ist, durch Erschöpfung? Jetzt wird es ganz verrückt: Meine Empfehlung: Legt doch eine Atempause ein.



Nur der, der sich vorher leer macht und sagt: "Ich bin am Ende", kann Neues bekommen. 
Eine kurze Geschichte dazu: Ein guter Schwimmer ist unterwegs in einem Fluss mit ordentlicher Strömung. Der Fluss hat ungefähr so eine starke Strömung wie die Aare in Bern. (Oben ist beispielhaft ein Video, das die Strömung gut darstellt, passive Schwimmgeschwindigkeit: 2 m pro Sekunde!) Plötzlich bekommt er einen Krampf und kann sich kaum über Wasser halten. Er schreit um Hilfe. Glücklichter Weise hört ihn ein Rettungsschwimmer. Der wartet aber, bevor er sich dem Ertrinkenden nähert. Er wartet auf den guten Zeitpunkt. Eine Qual für den, der um sein Leben kämpft. Ist der Hilflose noch zu stark, kann er den Retter mit hinunter in die Tiefe ziehen. Aber genau im richtigen Augenblick greift der Rettungsschwimmer ein und packt den erschlaffenden Körper mit festem Griff. Das ist Rettung pur.
Wer am Ende ist, kann besonders leicht neues bekommen.
Wer am Ende ist, fühlt oft eine Sackgasse. Doch vielleicht ist es nicht das Ende, wenn die Luft draußen ist, sondern alles ist in Vorbereitung für eine neue gute Füllung. Wer auf die rettende Füllung mit Sauerstoff wartet, wird beschenkt mit Leben. Diese Füllung ist besonders, sie lässt sich nicht einfach holen. Sie ist ein Geschenk.

Lieben Gruß Systnurse