Dienstag, 13. März 2012

Elemente des Ausgleichs?

Wie könnte man einen Ausgleich beschreiben?
Eine gute Balance zwischen Geben und Nehmen.
Die Balance stiftet eine Bewegung, das bedeutet:
Leben- lebendig sein. Mal seid Ihr auf der Geben Seite,
mal auf der Nehmen Seite. Ganz ohne Wertung. Es ist ein
glücklicher Zustand, wenn ein Mensch mal verzichtet!!!
ohne benennen zu müssen, ob er gerade nimmt oder gibt.












Foto Martin Schemm Pixelio.de


Ich meine damit, dass ich nicht immer gucken muss: ja,
ja ich brauche ...ja, ja ich muss undbedingt etwas geben.
Tatsache ist doch, ganz ohne mein Zutun bekomme ich oft etwas.
Ganz ohne mein Zutun habe ich passende Gelegenheiten etwas zu
geben. Mal gebe ich mal nehme ich.

Oft ist es jedoch so, dass wenn ich etwas bekomme- ist so ein Geschmack dabei: "das
steht mir jetzt eh zu" . Mit diesen Gedanken ist der Zauber
des Geschenkes vorbei. Oder beim Geben liegt manchmal eine versteckte
Rechnung mit dabei..Somit ist auch hier die Gabe etwas ungut belastet.
Wer mag schon Geschenke mit Rechnung...

Was fühlt sich besser an: geben?
Was fühlt sich besser an: nehmen?
In der Gesellschaft hat Geben einen höheren Wert. Deshalb auch die
Achtung und der Respekt vor den Helfenden Berufen.
Ein altes Denken wäre: Ich bin toll, weil ich viel Gebe.
Oder: mir geht`s schlecht, weil ich von jemand etwas nehmen muss.
Viel, viel lieber wäre ich (gerne oder allermeist....)
frei und unabhängig.

Wenn solche Leute - die lieber geben,
anstatt nehmen - in einem Raum beieinander sind, ist keine
angenehme Atmosphäre...Oder? Wer immer gibt, ist auch nicht
immer glücklich...aber scheinbar lässt er sich nichts zu Schulden
kommen. Wer gibt ist eher jemand, zu dem man aufschaut....bis
das Geben ausgebrannt ist. Viel Energie geben, bei wenig
Energienachschub-Das ist in etwa in mit dem Wort Burnout beschrieben.


Ungleichgewicht ist immer fühbar
Ungleichgewicht könnte man auch als Herausforderung und Chance bezeichnen...
Ungleichgewicht ist immer fühlbar- immer. Ist das ein Geschenk?
Ja, ich entdecke dabei eine freundliche Botschaft. Wie könnte diese lauten?
Ich formuliere mal, was ich bei einem Ungleichgewicht auch hören/ fühlen könnte:

1.hat das Ungleichgewicht einen  Namen?
2. redet mein Körper?
3. wann, und was genau redet mein Körper?
4. wer ist beteiligt, welche
   Personen stehen im Zusammenhang
   mit dem komischen Gefühl, das hier
   wirklich etwas nicht stimmt!
5. bin ich überhaupt handlungsfähig?
6. will ich, dass alles so
   bleibt wie es ist
7. wo ist meine Grenze - ein
   sehr wichtiges Thema...und wie
   kommuniziere ich sie?

Am besten gleich, also jetzt.- mit Zettel und Stift die Fragen "an eigenem" testen.


Wenn das Ungleichgewicht im Beruf- oder Privatleben zu lang in der
Schieflage ist. kracht es zusammen. Beim Beobachten, sehen es schon
die Freunde, diese Schieflage- selber bei sich- sieht man sie vor
lauter „ intensiv dabei sein“ eher nicht.

Ein gutes Leben bedeutet
aber: einen ständigen Wechsel von Nehmen und Geben,
das schafft gefühlte Ausgeglichenheit. Diese ist fühlbar begründet in der Dynamik
von Nehmen und Geben. Etwas läuft rund: könnte bedeuten: das Geben
und Nehmen im gesunden Ausgleich ist. Genauso, wie bei Ebbe und Flut.








Wenn jemand sagt, dass etwas rund läuft, hört man aber vielleicht eher,
dem geht es gut, da ist etwas sehr entspannt und mühelos, es wirkt so,
als wenn weniger Leistung erbracht wird, stimmt das? Ist jemand
ausgeglichen, wirkt das anziehend, solche Menschen fallen auf.
Jeder weiß sofort, was ich meine und könnte mir jetzt ein
paar Namen sagen?!


Ein neues Denken könnte heißen: Mal nehme ich, mal gebe ich.
Das ist gewöhnlich und tut mir gut. Seinen Selbstwert bezieht
kein Mensch über die Menge der erbrachten Hilfeleistungen
im Leben, oder?

Gerne könnt Ihr mal aufschreiben ob das für Euch so stimmt.
Mich interessiert, was Euch so in den Sinn kommt,
wenn Ihr das lest.

Bis demnächst: Systnurse

Foto hand: christian pohl pixelio.de

1 Kommentar:

  1. Hallo, ich denke daran, dass ich viel zu oft gegeben habe und dabei die Signale konsequent ignoriert habe. Ausgebranntsein war das Ergebnis. Nicht schön.
    Dankbarkeit empfinde ich gegenüber den Menschen die in der Vergangenheit gegeben haben ohne die Rechnung in der Hinterhand. Da waren richtig große Geschenke dabei. Das war schön, und viel schöner ist, dass ich das einfach so annehmen konnte.
    Liebe Grüße und danke
    Sigrid

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