Montag, 31. Dezember 2012

V........, aber gerne


Dieses Jahr hat es in sich gehabt…für mich jedenfalls.
Jeder kennt das wohl: Nicht annähernd, das, 
was man sich vornimmt läuft auch so. Zu dumm. 

Zumal das viel Energie raubt. Ist es nicht manchmal so:
obwohl vieles, was man sich für dieses Jahr vorgenommen hatte, 
nicht erreicht wurde, fühlt man sich doch im Ganzen 
erfüllt. Warum könnte das so sein? 
Na ja, es ist wohl ein Geschenk. 



Ich hatte die letzte Zeit eine neuartige Perspektive, die es mir manchmal ermöglicht hat, mal anders zu Handeln, anstatt nur alles „abzuarbeiten“.  Oder man braust durch den Tag, weil so viel auf einen zukommt.


Das Zauberwort (es kommt natürlich erst weiter unten)  für dieses Jahr, ist für mich….natürlich verbunden mit einem Preis. Wer beispielsweise das ganze Sortiment eines Geschäftes kauft,  zahlt mehr als der, der nur fünf Teile kauft. Einer, der sehr viel kauft hat `ne Menge zu schleppen und zu versorgen.





Die andere Version mit „Fünf Teilen“, zahlt weniger,  muss aber auch auf die vielen anderen Möglichkeiten verzichten. Schwupps: hier ist das Zauberwort: „Verzichten“.  Wer will das schon? Wenn ich etwas haben könnte, und dann trotzdem nicht zuzugreifen? Wer schafft das schon? Jeder- aber nicht so oft? Offenen Auges verzichten, ist nicht die einfachste Übung.



Tipp: Das kann jeder ganz leicht mal probieren. Nämlich gerade dann, wenn die eigene Luft so ziemlich raus ist. Wenn eh nicht mehr viel geht. Wie kann ich das ausprobieren: indem ich auf die „große Version“ verzichte. Vielleicht sage ich einfach: "Schade- Heute gibt es nur die kleine Variante". Bewusst  auf „mehr“ verzichten, mit Respekt und Achtung vor der gewählten Möglichkeit.

In helfenden Berufen ist ja ein weites Feld zum Üben: Was mache ich-was lasse ich? Dabei kann es mehr kosten etwas zu lassen, als es doch noch drauf zu packen. Letztendlich zählt leider oft nur, wenn der Körper einen Impuls gibt- und ausbremst. Wer verzichtet hat mehr!



Oder ich kann sagen: „Ich verzichte ganz  auf eine besondere Möglichkeit, weil ich glaube, dass ich heute und auch morgen gut versorgt werde.
Stimmt das überhaupt? Ist das nicht unsere Erfahrung, dass unser Leben bis heute gut gereicht hat. Mit allem Überfluss und Mangel, den jeder individuell, persönlich erlebt hat- sind wir noch am Leben (!) Mal ehrlich gesagt, ist es manchmal nicht sogar richtig gehaltvoll und überraschend schön, das Leben?

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Auswählen - oder mal auslassen einer - der Möglichkeiten, die kommen werden.

Freundlich grüßt: Systnurse

Donnerstag, 22. November 2012

Lustvoll Grenzen setzen - sechs Schritte

Am besten ich setze den anderen eine Grenze,
und dann ist mein Problem gelöst?                  


























Vielleicht gibt es folgende Erfahrung: Beim letzten mal hat das leider nicht wirklich funktioniert: dem Anderen die eigene Grenze hinknallen hat ja eine Wirkung, aber keine gute. Es ist keine Wirkung, die mir mehr Raum gibt. Was tun? Was geht besser?
Was ist eigentlich, wenn ich gar keine Grenzen machen kann, sie sind eh da. Wenn das so ist, dann geht Grenzen setzen vielleicht anders.



Sechs Tipps:

1. Grenzen, die da sind, sehen. Erst mal nur eine, das reicht am Anfang
2. Grenze benennen: dazu Zeit nehmen und unbedingt aufschreiben
3. Grenzen achten, sie halten mich am Leben, Grenzen sind freundlich
4. Jetzt kenne ich die Grenze und kann gelassen überlegen, was gut ist, jetzt-für mich
5. Anderen kann ich- manchmal sogar ohne Worte- zeigen, unter welchen Vorraussetzungen ich
    gut arbeiten kann und unter welchen nicht
6. Zustimmen zu dem, was sowieso ist. Und dann das tun, was vor die Füße kommt.



Tipp: Nur nicht mehr tun, wegen dem tollen Gefühl, dass man mehr schafft als die anderen







Die Natur ist voll von Grenzen, deshalb hat sie es geschafft ( uns) zu überleben. Wir übertreten viele Grenzen der Natur, Wie gut, dass sie uns Grenzen setzt, ganz unaufgeregt

freundlich grüßt: Systnurse

Ps.: Gerne mit Kommentar von Euch zum Thema:-)

Samstag, 17. November 2012

Zeitplan einhalten, oder?

Dieser Artikel passt ja blendend in Helferberufe. Genau das ist unser täglich Brot: dass wir etwas vorhaben und unseren Plan über den Haufen werfen müssen. Die Pläne die wir machen sind auch noch oft richtig gut und im Alltag erprobt. Doch mit diesem Glück sind wir meinst allein.

Manchmal passt der Plan.... der ja auch nicht vom Himmel fällt...und es gelingt, was ich vorhabe. Manchmal passt es wie zwei Folien übereinander. Ich bin selber Krankenschwester, vielleicht möchte ich die Visite ausarbeiten. Das, was ich vorhabe, tue ich einfach. Manchmal geht das gar nicht.



Den Plan über den Haufen werfen kostet aber auch seinen Preis. Gerade bin ich noch begeistert von dem, was ich tun will- und plötzlich ist alles anders. Nichts geht mehr. Dann kann ich, wenn ich denn von der Möglichkeit weiß, was ich außerdem tun kann: loslassen. Puh. Und abwarten. Schimpfen ist zum Dampf ablassen nur bedingt geeignet.

Tipp: An so einem Tag etwas ausprobieren: siehe weiter unten:


Was kann ein guter Weg sein, um gut weiterzukommen, wenn es anders kommt, als gedacht.

1. Das Thema, um das es geht vor Augen haben- was ja nicht schwer ist, während man sich aufregt, das etwas überhaupt nicht gelingt

2. Nichts weiter tun, und innerlich laut: "Ja" sagen. Na, wenn keiner da ist auch laut, dann wirkt es auch über die Ohren...Das ist kein anderes und besseres Wort als beim: Heiraten. (Auch hier sagt man simpel "ja" und hat noch wenig Ahnung was so kommt) Und danach warten. Das klingt sehr einfach, will aber erst mal ausprobiert sein. Die Wirkung kann kommen. Sie ist auf jeden Fall freundlicher, als wenn ich mich immerfort weiter schimpfe.

3. nicht vergessen und unbedingt heute mal ausprobieren. Die Gelegenheit wird kommen.:-) Schreibt doch mal einen Kommentar aus der Praxis.

Freundlich grüßt: Systnurse






Samstag, 10. November 2012

Der gute Zeitunkt ist:??? Wann ist er eigentlich??



Kennen Sie auch? Da hat man monatelang etwas im Kopf und setzt es nicht um - und es gibt keinen richtigen Grund. Irgendwie scheint noch etwas zu fehlen. Manchmal stört es mich, dass eine Sache immer wieder anklopft und loswerden tue ich sie auch nicht.

Lebe ich nach einiger Zeit endlich im Frieden mit der betreffenden Sache...kommt oft plötzlich der gute Zeitpunkt, ohne viel Mühe flutscht die "gewordene" Idee. Es gibt ja auch die Möglichkeit eine Sache organisatorisch etwas vorantreiben. Warum ist das so: das Verzichten kostet mehr, als die betreffende Sache mal eben durchzuziehen. Teilweise kostet es einen hohen Preis. Zeitlich und kräftemäßig. Diese Erfahrung hat vorraussichtlich jeder schon gemacht.



Die Erfahrung mit dem "Warten auf den guten Zeitpunkt" nennt man auch Kairos. Dem gegenüber ist Chronos ist die Zeitlinie. Manchmal meint man, es wäre möglich mit der Zeitline und dem Zeitpunkt zu spielen. Meine Erfahrung ist gerade, dass dem oft nicht so ist. Nur scheinbar ist alles unter Kontrolle, scheinbar sind wir die Macher im Leben. Schein-bar.



Angelagrüße

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Verdeckt und gut getarnt

Heute Morgen habe ich mir einen Spaziergang gegönnt. Ich war so lange draußen, bis die Batterie vom Fotoapparat mich im Stich gelassen hat....na, ja die vom Fotoapparat. Es gibt so schöne Lichtspiele. Dabei entstand unter anderem das Foto ganz unten: Wer weiß die Antwort? Was ist das?

Das Sekundäre verdeckt oft das Primäre

Das Sekundäre beeindruckt - und ist doch für den Besitzer dieses Objektes auf dem Foto unten, eher hinderlich. Wie komme ich dazu das Primäre zu entdecken. Das Primäre ist kein Gassenhauer, es stellt sich nicht vor uns hin. Es kommt auf  leisen Sohlen, hat Humor und ist freundlicher als gedacht.

 Tipp: Wie kann sich der Blickweiten? Wenn man das Primäre betrachtet und vorsichtig den Blick verschwimmen lässt, so dass das Gesehene unscharf wird, dann weitet sich der Blick rundherum, man kann tatsächlich mehr sehen. Man sieht mehr nach rechts und links. Das weitet wiederum die Sinne und lässt einen mehr erkennen. Probieren Sie es doch gerade mal aus...Jetzt bei Ihnen zu Hause im Zimmer, oder unterwegs.

Und wer weiß es???? Was ist das auf dem Foto unten, gut getarnt unter den Blättern und dem Raureifkleid? Klar wird hier die Antwort bekannt gegeben. Spätestens am Samstag...
Systnurse



Jetzt ist Samstag, hier die Auflösung des Rätsels:
     Es ist das Dach eines gewöhnlichen Autos...  


Freitag, 26. Oktober 2012

wer wagt gewinnt- manchmal

Heute habe ich mich das erste mal an eine Fotoanimation gewagt. Jupp- bin zufrieden. Das Blatt kommt wie erwartet von oben nach unten. Beim zweiten Versuch hats geklappt. Bitte etwas rutnerscrollen :-)

 Wer wagt gewinnt- manchmal. 

Mein Tag ist heute sonst eher gewöhnlich. Ohne Highlights, dafür aber auch nicht sonderlich energieraubend. Ein erholsamer Tag. Haushaltsaufgaben könnten mich aufwecken. Ich warte noch etwas, bis mich die Lust überkommt. Die kommt tatsächlich, meistens dann - wenn die ganze Familie im Haus ist- dann bekomme ich Lust aufs Saugen- nicht sehr passend. Aber praktisch.






Die Eilkrankheit hat eine unglaubliche Dichte an Aktionen. Bei der Eilkrankheit ist der Schwung immer dabei, das hat auch einen Gewinn. Die Arbeitgeber in helfenden Berufen kennen diesen Gewinn. Wir auch. Gut, wer den an und Ausschalter kennt - und  benutzt. Denn der, der immer alles gibt ist irgendwann für den Arbeitgeber nicht mehr einsatzfähig. Das hilft dann beiden Seiten wenig.

Vielleicht habt Ihr das auch schon mal erlebt: Ihr geht mit jemand anderen zur S- Bahn. Die andere Person eilt immer 30 cm voraus. Das hat eine komische Wirkung: man selber wird immer langsamer. Wird dann die S Bahn verpasst, sieht man zwei unterschiedliche Gesichter: ein Gesicht ist gestresst und genervt, das andere schaut gelassen. Das ist dann der Preis; keine S-Bahn zum Einsteigen und ein unverständlich guckender Freund. Zu Eilen ist immer auch eine Entscheidung.

Tipp: Auf den großen Schwung verzichten, das ist nicht leicht für bewegte Menschen. Und die Nebenwirkung: Verzichten auf den Schwung kostet etwas. Ja und jetzt gehe ich raus und imprägniere die Schuhe der Familie, morgen soll es Schnee geben.


Wünsche ein schönes Wochenende : Systnurse

Montag, 22. Oktober 2012

Einfaches ist kostbar

Was Wert hat, ist unbezahlbar. Die Einzigartigkeit ist so faszinierend! Wenn ich mir einen Apfel schnappe, kann ich ihn nehmen, mit dem Gedanken: " Ach, da bist Du ja wieder" oder ich kann sagen: "Dich hab` ich ja noch nie gesehen, komm her zu mir, mal sehen was in Dir steckt:-)

Wem ist eigentlich schon mal aufgefallen, dass alle Äpfel aufrecht stehen können? Wer hat das so genial in den Apfel hineinkomponiert? Zum Glück kann ein Apfel mehr, als aufrecht stehen... er schmeckt einfach! "Apfliger" Gruß: Systnurse


Donnerstag, 18. Oktober 2012

In den Himmel schauen

Einen Blick nach oben riskieren lohnt allemal. Es ist auch ganz einfach und kostet gar nichts, außer eine Hinwendung nach oben und ein Abwenden vom alltäglichen Einerlei. Im Krankenhaus hat das Pflegepersonal den Focus intensiv am Patienten. Oft nutze ich die Chance und schaue mal kurz aus dem Fenster...während der Blutdruckmesser für mich arbeitet...



Auch das ist eine Prävention vom Burnout, von der Arbeit wegschauen, auf sich selbst, und auch in die Natur. Der Himmel bietet sich an, den gibt es überall. Auch Krankenhäuser haben Fenster. Leider manche Zimmer von Intensivstationen oder Op`s nicht, schade auch-


Tipp: Wie kann ich mich spontan - mal für wenige Minuten - erholen?  Sich etwas Gutes tun, kann auch bedeuten einfach mal in den Himmel zu schauen. Weg von der Erde, da sind wir eh den ganzen Tag. Ich meine jetzt hier nicht das religiöse Aufschauen, das ist noch mal was eigenes- wie ich finde-hat aber auch sein gutes !


Schau mal in den Himmel...nicht nur bei gutem Wetter. Ist der Blickwinkel oberhalb der Horizontlinie, weitet sich etwas. Einfach mal ausprobieren.


Ach, und den Weg nach unten braucht man nicht wirklich zu suchen. Das gewöhnliche Leben steht ja gleich wieder zur Verfügung. Ich war heute auch schon mal oben :-) Systnurse

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Ausgleich ist auch mal anders - als bisher gedacht!



Den persönlichen Ausgleich im helfenden Beruf finden, 
das geht anders als gedacht und bisher gemacht. 




Interessiert? Mehr dazu - wenn Sie möchten - in einer  Einzelberatung - WAARUM ??...nicht mal nach außen gehen, mit andauernder Unzufriedenheit im Beruf - ein machbarer Weg: 


Sie finden mich: Im Westen von München, 17 Minuten mit der S-Bahn von Pasing entfernt. Die  Beratungsräume sind direkt an der S Bahn in Esting. Rufen Sie mich an oder nehmen Sie über meine Website Kontakt mit mir auf.



Ich freue mich auf Kollegen aus helfenden Berufen. Gerade dadurch, dass ich selber Krankenschwester bin, ist mir einiges klar, was berufsfremde nicht wissen können. Hier genauer hinzuschauen und anzuerkennen was ist, kann den Blick weiten.



Tee gibt es tatsächlich, wenn Sie ihn vorher bei mir bestellen, incl Sortenwahl :-) Sich selber gut versorgen ist schon mal ein guter Anfang. Wer zuerst nimmt -  kann geben- so herum geht´s.

Liebe grüße Systnurse

Sonntag, 16. September 2012

Urlaub vom Alltag mit Alltag

Jetzt bin ich wieder etwas zu Hause angekommen...Das ist so ziemlich normal, dass nach dem Urlaub -eine Landephase sinnvoll eingebaut- die Umstellung erleichtert.

Tipp: Ich habe mir zur Regel gemacht, mich selber die ersten drei Tage im Urlaub - und nach dem Urlaub nicht zu ernst zu nehmen, das hat sich auch diesmal bestätigt...

Im Urlaub gibt es ja ( leider...? ) auch so eine Art Alltag, den bekommt man nie so ganz los, solange wir auf dieser Erde verweilen. Andererseits gibt es mir persönlich auch eine Art Sicherheit. Ach, übrigens ich gehöre zu der Sorte Frauen, die gerne im Urlaub kochen. Dabei habe ich dann was erlebt: nämlich, was man ohne Salz! so alles hinbekommt. Na, ja ich habe dann das Salz der Aufbackbrez´n sparsam aufgebraucht.



Der Vermieter der Ferienwohnung meinte zu mir::" Mit dem Salz, das die Urlauber in der Ferienwohnungen zurücklassen, kann er Jahre über die Runden kommen. Und ich dachte leise: warum lässt er nicht eine Packung der Vorgänger stehen.

Dann hatte ich noch nach einer Zwiebel gefragt, ich bekam ein Prachtexemplar, so ein Riesending hatte ich noch nie: Er meinte großzügig: "Vom Vorgänger, bitte schön..." Wer hätte es gedacht: ich habe es im Urlaub tatsächlich fast ohne Salz geschafft.

Na, ja um Salat zu machen geht auch mal eine Fertigsauce, da ist ja auch unser geliebtes Salz drin. Nach solchen Improvisationen freut man sich dann wieder auf das Koch-Equipment zu Hause!


Die Pausen brauchen auch Vor- und Nachbereitung. Das wird manchmal vergessen. Wer eine Pause braucht, denkt vielleicht, jetzt habe ich mir doch eine Pause gegeben, warum bin ich nicht erholt?? Besonders in helfenden Berufen, wie in der Krankenpflege, für Lehrer, Seelsorger, Polizisten und auch im Eherenamt und vieles mehr.


Erholung ist eben auch ein Geschenk und das kann man nicht bestellen oder machen. 



Wenn jemand sagt: "Erhol Dich gut!"  Und ich sage:"Ja, das mache ich".  Geht das wirklich? Vielleicht könnte man zu jemand der verreist auch sagen: "Ich wünsche Dir eine gute Zeit und ......erhol Dich gut"...né né lieber den Erholtipp weglassen...

Also wahrscheinlich ist Euer Urlaub schon etwas her, aber der nächste kommt bestimmt. Manchmal ist es auch nur ein halber Tag unter freien Himmel zu Hause, wie Urlaub- das spart die lange An- und Abreise...Die Wirkung kann außergewöhnlich gut sein

Liebe Grüße, Systnurse

Sonntag, 5. August 2012

Zwangsoptimisten

Zwangsoptimisten kennt jeder? Sie strahlen etwas tolles aus. Wenn man sie sieht, hat man das Gefühl, ihnen gelingt einfach alles. Selbst, wenn man etwas ungläubig nachbohrt, scheint bei ihnen alles im Lot zu sein. In der Nähe von strahlenden Optimisten, fühlt man sich gut aufgehoben. 

Sie haben oft gute Lösungen für Probleme und scheinen das Leben zu kennen. Sie schmeißen den Laden. Es sind Menschen, Kollegen, die sich in vielen verzwickten Situationen immer noch gut bewegen können und sie sind handlungsfähig, wo andere unsicher werden. 

Ich denke manchmal schlüpfen auch gewöhnliche Leute in eine Zwangsoptimistenrolle. Tut ja auch mal ganz gut, sich "oben" zu fühlen. Ist auch okay. Auf Dauer kostet es viel Kraft. Für sie selber und für die Umgebung. Manchmal wirkt der Optimismus aufgesetzt und unpassend. Keiner sagt was dazu.


Nebenwirkung : Eine Zwangsoptimist fühlt leise innen vielleicht:

Das was ich bin, will ich nicht tun.

Was hilft mir, wenn ich zwangsoptimistische Züge habe??



  • klar sehen, wo ich gerade stehe
  • gute Ziele haben: welche?
  • Ziele, die auch erreicht werden können- sie müssen nicht außergewöhnlich sein
    das macht mich sympathisch- vor andern :-)
  • interessant: manchmal mögen mich Freunde, wenn ich gewöhnlich bin





Was kann ich tun, wenn Kollegen zwanghaft immer alles meistern, immer oben sind, sich scheinbar immer auskennen. Das nervt.

  • Dies Kollegen einfach lieb haben...
  • sie sind so, ich werde sie nicht ändern
  • ihre Vorzüge sehen und davon profitieren
  • den Kollegen "danke" sagen, wenn sie den Überblick behalten, was ich gerade nicht hinbekomme
lieben Gruß Systnurse




Donnerstag, 2. August 2012

Kräfte verteilen - an mich -

Hilfe, was tut mir jetzt gut?
Sich selber gut versorgen! Mensch ist das schwer, oder? Oder geht das ganz einfach????

Was hat eigentlich Priorität bei der Vergabe meines wertvollen Kräftepotentials?

Vielleicht denkst Du selber kurz nach - das schafft manchmal neue Einsichten. Nimmst Du ein großes Blatt Papier, kannst Du Dir einen Überblick verschaffen, wo deine Kräfte eigentlich hingehen, oder einfach so von anderen geholt werden: "Mach mal- hilf mal- bist du dabei... oder " Ja, ich mach schon" oder "okay, gib her ich mach’s"...sind bekannte typische Sätze.



Gibt es eine gute Reihenfolge?
Gibt es eine gute Reihenfolge bei der Potentialverteilung meiner Arbeits- und Helferkräfte?
Der eigene Mann - so denn man einen hat-kann relativ weit oben stehen*- das klingt konservativ, beinhaltet jedoch Wahrheiten, die sich testen lassen...Wenn die Kinder, Mama und Papa glücklich beieinander sehen, geht es ihnen gut. Dann kommen vielleicht der Beruf und die "Haushaltsangelegenheiten" Dann ich???  Nee hier stimmt etwas nicht, oder??? Ich komme doch nicht zum Schluss? Das kann nicht gutgehen, das weiß jeder aus eigener Erfahrung!!



Wo könnte eine Lösung sein?
Stellt Euch mal alle Situationen vor, die Euch heute angetriggert haben. Also damit meine ich alles, was an Euch ran kam - und ihr habt darauf reagiert. Wow, eine ganz schöne Menge. Wo ist ein erster Schritt zu einer Lösung? Ein Lösungsweg liegt im Aussortieren. Das klingt so easy, ist es in der Praxis aber nicht.
Oft gibt es gar keine andere Möglichkeit
...als das was vor die Füße kommt zu bearbeiten. Na, ja im Beruf gibt es dafür Cash, den wir hinterher einstecken- gerne sogar!!!! Das Geld, das wir bekommen ist ein Verdienst: für unser umfangreiches Engagement. Das war heute vielleicht sogar mehr als Ihr vorhattet...


Am Liebesten würde ich jetzt. ja was eigentlich? Was tut mir jetzt gut? Diese Überschrift ist in einem anderen Blogartikel nachzulesen: mehr lesen 
Aussortieren, von Ansprüchen und Gewohnheiten anderen gegenüber, kann ein sehr guter Weg sein, um ein ungutes Muster zu unterbrechen. Nur zu. Das braucht Mut und eine gute Beobachtungsgabe. Es lohnt. Kostet aber auch etwas. Das Bauchpinselgefühl, dass andere mir geben, wenn ich mal wieder einspringe...Wenn Ansprüche Sortiert sind, kann es zu einem neuartigem Ausgleich kommen.

Sich selber gut versorgen geht nur, wenn die anderen mal nicht mit mir rechnen können. Wenn ich auf einen Zettel, für meine Familie oder Partner schreibe: Ich bin dann mal im Garten.
Liebe Grüße Systnurse

*Ps.: Na ich hoffe ich bekomme einen Leserbrief wegen der Reihenfolge, dass der Mann ziemlich oben steht...

Dienstag, 24. Juli 2012

Einen guten Aktionslevel nehmen- woher?

Der eigene Aktionslevel ist etwas sehr persönliches. Er ist ständig in Bewegung. Das fühlt sich lebendig an und lässt unsere Begabungen aufblühen. Wer eine Vorstellung davon hat, welche und wie viel eigene Energie für Heute da ist - oder nicht da ist, kann sich innerlich darauf einstellen.

Jeder Bereich des Aktionslevels ist überlebenwichtig. Wer das nicht weiß, kann sich leicht getrieben fühlen, und hat hinterher weniger als vorher überhaupt da war. Oder er ist schlaff und ausgepowert und dümpelt so vor sich hin- eher unzufrieden und lustlos. Manch einer hängt im Mittelmaß, was ja auch nicht unbedingt nur schlecht ist...

Die eigene Kraftbalance kann ganz schön durcheinander kommen. Das macht gewöhnlich nichts. Außer es ist ein Dauerzustand. Ein Burnout wirkt dann wie eine Sackgasse. Glücklicher Weise gibt es auch hier Licht am Ende vom Tunnel.




Zum Schaubild - weiter unten vergrößert:


 1. sehr aktive Zeiten- rot
 2. mittlerer Aktionslevel-Mittellinie 
 3. kraftlos und müde, auch gute Pausen-rosa bis blau

Wer hätte es gedacht, die eine oder andere Herausforderung nach oben oder unten schafft sogar Vorraussetzungen für Neues. Das ist interessant. Manchmal ergeben sich durch nicht tragbare Situationen auch einen Arbeitsplatzwechsel, der schon längst fällig war: Für einen selber oder auch für Kollegen. Oder es ist durch einen hohen oder tiefen Ausschlag des Aktionslevels Energie da bestimmte Sachen zu ändern.

Eine insgesamt ausgeglichene Kurve bringt Gesundheit und Zufriedenheit. Ist aber auch mal zwischendurch anstrengend oder langweilig- in den Spitzen oder Tälern. Vielleicht könnte man sagen: "Erwachsen ist, wer alle Bereiche kennt und ihnen zustimmt."




Mehr geben, als ich heute dabei habe...?
Manchmal fühlt sich mein Aktivismus im Helferberuf eher von außen "aufgebläht" an. Ich meine damit, dass ich eine bestimmte Energiemenge und Bereitschaft zum Arbeiten schon dabei habe. Plötzlich kommen viele Aufgaben gleichzeitig: Telefon, Zugänge, Patienten auf dem Gang...Visite, Fahrten zum OP...Durch die multiplen Aufgaben mixt sich meine gesunde Balance dann in ein heilloses Durcheinander, welches auf Sortierung hofft. Die Arbeit ist "angeschwollen", auf ein Maß, das mehr ist, als ich tatsächlich leisten kann.












Wichtig ist:

1. Dem Problem einen Namen geben- ja, unbedingt aufschreiben!! Sonst versteckt sich das Problem, wie Rumpelstilzchen - seinen Namen und - sich selbst...

2. Wissen, was ich persönlich ändern kann. Ideen dazu weiter unten

3. Zustimmen dass "so ein Tag" gerade heute ist, ob ich das mag oder nicht. 

4. Für mich sein- Immer wenn ich gegen etwas bin, schluckt das unglaublich Energie, wie sicherlich jeder schon gemerkt hat



Was kann ich persönlich ändern?
Da kann ich nur von mir aus etwas sagen. Andere können nicht wissen was mir gut tut. 

Das ist ja eine Illusion oder ein Traum, dass andere machen sollen, dass es mir gut geht. 

Ich persönlich verrate mal, was ich mache, um Minipausen zu bekommen: Ich habe für mich herausgefunden, dass Wasser trinken und dabei aus dem Fenster schauen, mir sehr guttut. Also sucht Euch vielleicht eine Tätigkeit, die nicht wirklich unsere Hirnleistung braucht, diese dann bewusst merken und regelmäßig zum Entspannen nutzen. Scheinbar banale Tricks retteten schon vielen Menschen das Überleben. Schreibt doch mal, was Ihr so nutzt. Es soll schon vorgekommen sein, dass man voneinander lernen kann.
Grüße von Systnurse

Mittwoch, 4. Juli 2012

Handeln ist leicht- aber wie denn bitte? Eine Prezi-Präsentation

Einfach unten auf den grauen Pfeil - am Ende des Beitrags-mit einem Doppelklick klicken und schon geht es gemütlich los, mit der Prezi-Präsentation-
denn wenn ihr auf den hellgrauen: "More"- Button klickt, läuft die Präsentation automatsich ab- Fullscreen ist natürlich auch möglich
ziemlich easy.
Der Rest erklärt sich von alleine:-)



Dienstag, 3. Juli 2012

Erholen, aber wie?

Innerlich weiß ich, wie ich mich erholen kann. Jeder weiß das wohl- Ein paar Sachen fallen mir schon immer ein: Klavier spielen, etwas leckeres Essen, auch mal in den Biergarten gehen- dann aber mit Freunden. Stempel schnitzen, Fotos bearbeiten, ein neues Buch lesen und vor allem - alleine Spazieren gehen.

Manchmal ist es hilfreich das Ganze mal aufzuschreiben. Vielleicht in einem schönen Buch. Jede Seite enthält nur eine Sache, die schon mal gut funktioniert hat. Komisch ist, dass wenn man erholt ist, ist alles Vorherige - jammern-vergessen und direkt uninteressant.
Aber wehe es geht einem nicht gut...


Heute hatte ich frei. Meine Tochter schenkte mir den Blumenstrauß- oben... Beim Einkaufen entdeckte ich die leckeren Jahrmarkts-Mohrenköpfe: die mit Kokos, zweifarbige und die mit Krokant. Im Garten habe ich Tee getrunken- direkt neben den blauen Blümchen: die da heißen "Männertreu". Und während der Fertigung der Kollage- fiel mir wieder das Foto mit den schönen gelben Rosen in die Hand. Sie waren von einer Websitekundin, zum Abschluss der Zusammenarbeit- eine schöne Erinnerung.

Wenn es so leicht wäre sich zu erholen, bräuchte man nicht so einen Aufwand treiben und Ideen aufschreiben. Manchmal bräuchte man so dringend Erholung aber sie kommt nicht- es ist nur nervig und anstrengend: Trotz Klavierspielen und Mohrenköpfe.Was macht ihr dann?
Manchmal ist die unaufgeregte Schattenseite des Lebens auch eine Erholung?
Gewöhnlicher Gruß: Systnurse

Dienstag, 26. Juni 2012

Handeln, trotz allem alten klebrigem Vergangenheitskram

Ich sollte eine ganz bestimmte Sache endlich tun!
Warum kommt es immer wieder dazu:

 "Es nicht zu tun"! 
 Zur Überschrift: Unter "Vergangenheitskram" meine ich: Schlechte Sprüche und Erfahrungen, Rückschläge und Frustkommentare von anderen kann ja keiner direkt brauchen. Diese Sprüche - eigene -  und die der andern bremsen und bringen den "Karren" so richtig zum Stehen. Das geht dann so weit, bis der Entschluss feststeht: "Hier mache ich nichts mehr, diese eine nervige Sache kann mir mal den Buckel runter rutschen."

Vielleicht überlegst Du kurz - sicher fällt Dir - und mir... eine Sache die zu tun wäre ein..... Diese Sache und dieses Thema fällt Dir aber routiniert immer wieder hinten runter, weil sie nervt. Sie nervt so, dass Du sie nicht machst. Am liebsten niemals tun würdest...

Etwas kapiert haben und umsetzen, das befreit. Das gibt ein unglaubliches Gefühl von: "Endlich, habe ich es gemacht. War gar nicht so schwer. Mensch, das war echt fällig. Und jetzt geht es mir gut"- denkst Du dann vielleicht.

Um was geht es eigentlich? Na, die eine Sache, die reif ist - die eine Sache, die schon so lange da ist, die darauf wartet umgesetzt zu werden. Sie ist schon so lange auf der "To do Liste" dass die Überschrift, dieser einen nervigen Sache, schon fast vergessen ist. Aber nur fast.


Vielleicht kennst Du das auch: Von ein und demselben Problem kommt dann immer wieder ein Lebenszeichen. In den verrücktesten Situationen taucht es unaufdringlich auf und ist plötzlich da- mal wieder- Ratlosigkeit- Was machst Du dann?  Was könnte helfen den alten Hut endlich loszuwerden!
Nun weiß ich nicht an was Du gerade denkst.- Welche Sache Dich unglaublich nervt und im Weg steht. Tatsache ist, dass es uns Energie raubt, die für andere Sachen nötiger wäre. Was für einen Zaubertrank gibt es denn, damit Bewegung reinkommen kann...
Hier ein paar Überlegungen.
  •  Sage den Namen des Problems laut. Denn alles, was einen Namen hat, und eh kein Bleiberecht hat, geht -früher oder später- aber es geht.
  • Auch ein "Nichtbeachten" eines Problem-Themas ist eine "Art": Pflege und nährt das Problem kontinuierlich
  • Entwickle eine Vorstellung davon, wie es konkret sein müsste, damit du Dich wohlefühlen kannst- in Bezug zu diesem Thema
  • Entwickle zu dieser Vorstellung ein inneres Bild. Bilder leiten  überraschend leicht zu anderen guten Wegen.
  • Der erste Schritt ist der wichtigste zur Änderung, wer den kennt, hat sich schon vom Alten, nervigen entfernt.
  • Dieser erste Schritt ist der entscheidende. Schenke ihm genügend Respekt und Achtung. Sage ihm : "danke". Er ist kein Störenfried, sondern der Schlüssel zum nächsten Schritt.
  • Halte Dich ruhig eine Weile beim ersten Schritt auf, warte bis die Lust kommt den zweiten zu gehen. Bitte nicht zu früh den Zweiten machen. Zeit lassen, ist hier ein Schlüssel.

    Wo ist hier der Ausgleich? Das Problem, das nicht angeschaut, sondern gefürchtet wird ist übermächtig und hat zu viel Gewicht. Es benötigt zu viel Energie, um immer wieder unterdrückt werden zu können. Derweil ist es freundlich und will angeschaut und beachtet werden. Sobald es ins Licht - ins Bewusstsein - darf, kommt Bewegung und Handlungsfähigkeit.

     Liebe Grüße Systnurse