Sonntag, 27. November 2011

Achtsam sein



Achtsamkeit ist für mich ein kostbares Wort. Ich gehe achtsam um, mit dem, was ich kenne und schätze. Mich berührt, wenn ich spüre, jemand geht achtsam mit mir um.
Es erstaunt mich. Weil ich dabei merke, ich werde gesehen. Der, der mich achtet, sieht gerade mehr von mir - als ich selber, mehr als ich in genau diesem Moment, bei mir wahrnehme.
Das beschenkt mich. Ich fühle: ich lebe, genau in diesem Augenblick. Ich fühle mich verbunden mit dem Menschen und mehr noch mit dem Leben selber.



Manchmal brauche ich schmerzlich Achtsamkeit, von anderen. Achtsam geliebt werden, das ist genau das, was mir fehlt. Aber wo kommt es her, wer gibt es mir, jetzt? Hinter dem Wunsch nach Achtsamkeit steckt noch mehr. Ich weiß gar nicht genau was es ist. Ich bekomme den Dreh nicht zum: Gewöhnlichen, das mich stabilisieren könnte. Dann kann ich vom anderen Achtsamkeit einfordern. Kann ich das?

Entweder ich bekomme Achtsamkeit, ich brauche Achtsamkeit, oder ich gebe Achtsamkeit.
Bevor ich geben kann bin ich achtsam mit mir, sonst bin ich selber hilflos beim Geben.
Achtsamkeit geben füllt sich wie Erfüllung an. Bin ich achtsam, mit mir,
heute-
erfüllt es mich und andere-
wie geht das-
tun: achtsam Lieben.


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