Samstag, 31. Dezember 2011

Sylvester 2011 anregende Gedanken...

Hier habe ich heute ein paar Gedanken, die es in sich haben... können...
Sylvester ist ein freundlicher Zeitpunkt zum Überdenken und Planen, zum Freuen, aber auch vielleicht zum Trauern. Jeder war ja bei  allen 365 Tagen dabei...und sie haben einige Spuren  hinterlassen.
Hier nun ein paar Fragen:

  1. was ist lebendigin mir
  2. wodurch würde sich meine Lebensqualität verbessern, was würde mein Leben bereichern
  3. wie will ich mein Leben verbringen
  4. was ist mir wertvoll


Und noch ein Tipp:  Diese Sache anderen gegenüber ausdrücken und kommunizieren.
Ich persönlich freue mich auf das was kommt, besonders auf die Momente, in denen ich ohne mein Zutun etwas bekomme, einfach als Geschenke des Lebens. Wenn ich diese sehe und nehme und danke sage bin ich doppelt bschenkt.
Alles Gute für das neue Jahr wünscht: Angela Krüger

Samstag, 17. Dezember 2011

Miteinander verbunden

Ich denke, irgendwie sind wir alle miteinander verbunden. Besonders in Familien, aber auch an der Arbeit, oder Freizeit. Ob die Verbindung  den Namen" Team" trägt - oder nicht. Auch mit fremden Menschen bin ich in Verbindung: besonders nah...in der vollen S-Bahn: Ein Bad in der Menge, manchmal auch auf unbestimmte Zeit…S Bahn Fahrer wissen, was ich meine…

Trotzdem bleibt jeder für sich allein. Schulter an Schulter arbeitet man vielleicht zusammen und bleibt... doch allein. Wie meine ich das? Zumindest bin ich allein, abends im Bett, wenn ich über den Tag noch mal nachdenke. Auch bei wichtigen Entscheidungen, trage alleine ich die Verantwortung. Das ist gut so. Das mögen die meisten nicht, es ist so - erwachsen... Auf das Bild mit den Wäscheklammern bezogen: sie bilden optisch eine Einheit, aber sie sind nicht aneinander "gezwickt". Nicht wirklich verbunden.

Um zusammen zu arbeiten, findet wohl jeder eine persönliche Form der Bewertung. Gut ist es sicherlich, wenn die Bewertung dem Leben dient...Es gibt ja auch Bewertungen, die sehr weh tun. Manchmal bekommt sie jemand ab, oder er verteilt sie selber. Ich denke da sind wir alle gleich?

                                             Gibt es einen Weg wahrzunehmen ohne zu bewerten?
Stellen Sie sich vor, ein Autofahrer beobachtet einen anderen Autofahrer vor sich, der ziemlich langsam fährt. Der erste Autofahrer hat es eilig und evtl. befinden sich in seinem Auto plötzlich unschöne Worte, die die Situation außerordentlich gut beschreiben...Tatsächlich kann ja der Autofahrer mit seinem Schimpfen, den anderen Autofahrer vor sich nicht erreichen...aber die Kinder, die vielleicht  im eigenem Auto sitzen, hören alles mit und wundern sich... über die Schimpferei. Schimpfen schiebt andere weg…


Ein anderer Weg, den man gut ausprobieren kann ist folgender: Der eine Autofahrer sieht den anderen, der langsam fährt und beschreibt einfach, was er sieht: „Da vor mir fährt ein Autofahrer langsam." Die zweite Wahrnehmung unterscheidet sich von der ersten dadurch, dass jemand, der nicht bewertet frei ist. Und er ist gleichzeitig verbunden mit den Menschen, die um Ihn herum sind. Ich denke, es könnte jetzt möglich sein, die Menschen, die um einen herum sind, anders zu sehen. Es ist gut möglich, dass es nun leichter fällt, den anderen wirklich zu sehen und zu hören. Vieleicht kann das, was wahrgenommen wird, gut ausgedrückt und emphatisch kommuniziert werden. Vorurteile sind ja keine Tatsachen. Im Auto sitzt vielleicht jemand, der einfach altersentsprechend fährt...Ich stelle vielleicht auch fest, dass andere Menschen nicht meine Gefühle kreieren, nein dafür bin ich alleine verantwortlich.
Das miteinander verbunden sein, hat ein Risiko.

Denn im...Miteinander......sind wir verbunden, auf die eine oder andere Art. Natürlich wirkt diese andersartige Form der Wahrnehmung auch bei Patienten oder Klienten, oder dem Lebenspartner. Was kostet es? Verzicht auf das schöne Gefühl beim Bewerten.Mich interessieren diesmal sehr Erfahrungen zum Thema: Beobachten ohne zu bewerten.

Und hier kommt noch eine Buchempfehlung, passend zum Thema: Gewaltfreie Kommunikation.
Bild oben im Text. Empfehlenswert!! Unten könnt ihr direkt hier auf der Seite bei Amazon bestellen. Ich bin im Amazon Partnerprogramm dabei.
einen schönen vierten Advent!

Sonntag, 27. November 2011

Achtsam sein



Achtsamkeit ist für mich ein kostbares Wort. Ich gehe achtsam um, mit dem, was ich kenne und schätze. Mich berührt, wenn ich spüre, jemand geht achtsam mit mir um.
Es erstaunt mich. Weil ich dabei merke, ich werde gesehen. Der, der mich achtet, sieht gerade mehr von mir - als ich selber, mehr als ich in genau diesem Moment, bei mir wahrnehme.
Das beschenkt mich. Ich fühle: ich lebe, genau in diesem Augenblick. Ich fühle mich verbunden mit dem Menschen und mehr noch mit dem Leben selber.



Manchmal brauche ich schmerzlich Achtsamkeit, von anderen. Achtsam geliebt werden, das ist genau das, was mir fehlt. Aber wo kommt es her, wer gibt es mir, jetzt? Hinter dem Wunsch nach Achtsamkeit steckt noch mehr. Ich weiß gar nicht genau was es ist. Ich bekomme den Dreh nicht zum: Gewöhnlichen, das mich stabilisieren könnte. Dann kann ich vom anderen Achtsamkeit einfordern. Kann ich das?

Entweder ich bekomme Achtsamkeit, ich brauche Achtsamkeit, oder ich gebe Achtsamkeit.
Bevor ich geben kann bin ich achtsam mit mir, sonst bin ich selber hilflos beim Geben.
Achtsamkeit geben füllt sich wie Erfüllung an. Bin ich achtsam, mit mir,
heute-
erfüllt es mich und andere-
wie geht das-
tun: achtsam Lieben.


Donnerstag, 10. November 2011

Vortrag zum Thema: Sehnsucht nach Ausgleich in der Pflege

Vorankündigung:

Eine gute Sache hat sich entwickelt:
Dieses Frühjahr wird es einen Vortrag zum Thema:
Sehnsucht nach Ausgleich in der Pflege, geben.
Der Vortrag wird in München stattfinden.
Der Termin ist der 15.März 2012.                                                              
Der Ort wird noch bekannt gegeben.
Hier der Link zum Veranstalter: www.passt-gmbh.de
Der Veranstalter hat viele Kunden im pflegerischen  Bereich und lädt zum Thema ein.

Somit kann das Thema von diesem Blog noch weiter hinausgehen.
Ich freue mich auf das was kommt.
Vielleicht sieht man sich....

Sonntag, 6. November 2011

Denn jeder Augenblick zählt


Heute Morgen habe dieses Gedicht gefunden.
Der Augenblick an sich ist so kostbar. Ich selber erwische mich,
wie ich meistens schnell zum nächsten Augenblick husche. 
Erfrischend wie Wasser ist es im Augenblick zu sein:


Denn jeder Augenblick zählt

Den Tag schon lächelnd am Morgen begrüßen,
denn jeder Augenblick zählt.

Die Liebsten gleich zärtlich und sanft aufwecken,
denn jeder Augenblick zählt.

Beruf kommt von Berufung
an deine Talente geknüpft,
so vergisst du die Zeit,
wird der Moment zur Ewigkeit,
denn jeder Augenblick zählt.

Iss dankbar und segne dein Mahl,
das Gott dir geschenkt jedes Mal,
genieße die Gaben, die du hast gewählt,
denn jeder Augenblick zählt.

Hast du Kinder, dann wisse:
Sie sind Geschöpfe des Lichts!
Sei stets für sie da,
doch lasse auch los,
denn sie gehören dir nicht!
Schenk ihnen viel Zeit und all deine Liebe,
denn jeder Augenblick zählt.

Bewundere Gottes unglaubliche Pracht,
denn er hat sie zu unserer Freude gemacht.
Siehst du noch die Schönheit von Reif auf dem Gras?
Hörst du das liebliche Vogelkonzert?
Fühlst du den dich liebkosenden Sommerwind?
                 Und jeder Augenblick zählt.

                 Sei dankbar für alles Schöne am heutigen Tag.
                 sei stolz auf das Getane,
                 und fühle in dir,
                 wie das Leben dich mag.
                 Denn jeder Augenblick zählt.

                 Jürgen Höller                                                            Bild Rainer Sturm Pixelio

Freitag, 28. Oktober 2011

Genießen

Wer kennt den Gedanken nicht: " am liebsten würde ich jetzt gerne...“

Dieser Gedanke ist ein guter Zugang zu den eigenen Wünschen.
Manchmal lohnt es sich, sich selber zuzuhören. Schade, und dabei bleibt es oft...beim Wünschen und Sehnen.
Mir kam vor kurzen etwas Gutes direkt in Form von einem Geschenk entgegen:
Ich bekam gleich zwei Tafeln Schokolade geschenkt- feinste außergewöhnliche Berger-Schokolade:
Die will ich auch gleich mal zeigen, also nur die Verpackung:

Manchmal bekommen wir Geschenke im Leben, ob nun Schokolade oder ein warmer
Sonnengruß bei einem Spaziergang…


....oder einen Sitzplatz in einer überfüllten S Bahn….
Manchmal bekommen wir sogar sehr außergewöhnliche Geschenke im Leben, und achten sie nicht und nehmen sie nur so nebenbei...klar passiert das bei jedem...

Wenn ich aber das Gute, was da ist nehme-
Und sage ich bin zufrieden,
ist das eine sehr Erwachsene Haltung.
Bei dieser Haltung, habe ich einen Preis zu zahlen:
Ich verzichte mehr zu wollen.
Das rufe ich nicht laut hinaus,
sondern das kann im Inneren ganz leise geschehen.

Tipp:
Beim nächsten Schokolade Essen, vorher:

*      Vielleicht zuerst dran riechen,
*      anschauen
*      und danke sagen: dabei spielt es keine Rolle,
            …..ob ich sie selber gekauft habe oder nicht.

               Das ist Genuss pur

Montag, 17. Oktober 2011

Ungeduld- Fluch oder Segen?


Ich habe vor kurzen einen guten Artikel von Boris Gundl über Ungeduld gefunden.
Ungeduld- Fluch oder Segen?
Er sagt:

Ungeduld ist der Wunsch, viele Ziele zu schnell erreichen zu wollen. Sie wird als eine sehr positive  Eigenschaft in unserer Gesellschaft verstanden. Zu Recht? Es folgt ein Blick hinter die Maske der Ungeduld.
Der Ungeduldige kann nicht ganz da sein, denn er ist immer woanders-gehetzt von etwas vermeintlich Besserem und Größerem. Es ist ein schmaler Grat zur Gier. Dadurch trennt er sich von dem kraftvollen Zustand: der Gegenwart. Er braucht ständig neue Ziele, um glücklich zu sein. Sein Aktivismus lenkt ihn von sich selbst ab und beweist seine Angst vor dem, was…..im Zustand der Ruhe kommen mag…
Wem der gesamte Artikel interessiert
kann mich gerne anschreiben.

Meine Gedanken dazu:
Man muss vor nichts im Leben Angst haben, wenn man seine Angst versteht.
Die Angst anschauen können…
Pause-Pause- Pause-
warten- - - - - - 
die Angst  fragen was ihr Name ist.
wer hat Mut dazu?
der Geduldige erkennt den passenden Moment, in dem er handeln kann,
…denn Gelegenheiten verschwenden ihre Zeit nicht
mit Menschen, die nicht vorbereitet sind.

Ja das gibt es- verpasste Gelegenheiten.
Zu hoffen alles wird noch irgendwie gut werden ist vielleicht ein Glaube der in der Kindheit beheimatet ist.
Beim Erwachsenen, kommt das gewöhnliche Leben einfach so daher und nimmt den Erwachsenen in seinem Tun und Denken beim Wort.
Mit allen angenehmen und unangenehmen Folgen.
Wenn die Liebe zu diesem Thema hinzukommt wird es warm:

  • Liebe von außen, die ich nehmen kann, wenn ich möchte.
  • Liebe von innen,  könnte man vielleicht: Mitgefühl für sich selber nennen
  • Liebe vom Schöpfer- ich gehe mal davon aus, dass es einen gibt. Meine Augen sehen den ganzen Tag Schöpfung… ziemlich aufwändige …ja  verschwenderische Schöpfung…jedes Jahr bekommen alle Bäume ein neues Kleid. Und das entsteht aus -kaum beachteter-gewöhnlicher  Erde.

Wie sieht wohl ein geduldiger Mensch aus?
Ich könnte mir folgende Eigenschaften vorstellen, Jemand der:
Hinschauen kann
etwas Lassen - kann
vertraut
aushalten kann, wenn er möchte
eine Sache mit Mut probiert
in Leben investiert
weiß wie sich Schmerz anfühlt
weit werden möchte
Lieben kann
Liebe nehmen kann
sagt Fehler sind bei mir auch mal dabei…

Das größte Glück ist das,
welches unsere Mängel verbessert
und unsere Fehler ausgleicht.

 Johann Wolfgang von Goehte


Mittwoch, 12. Oktober 2011

wirklich wichtig

Heute ein kurzer Text, der mehr sagt als 1000 Worte….

Für die wirklich
wichtigen Dinge
im Leben nehme
ich mir einfach die Zeit!

Donnerstag, 29. September 2011

Eilkrankheit, ein Zeichen unserer Zeit?

Eilkrankheit als Ursache für viele Konflikte



Die Eilkrankheit ist eine Ursache für viele Konflikte. Ist die Eilkrankheit ein Symptom unserer Zeit? Die meisten unter uns leiden mittlerweile unter der Eilkrankheit. Sie entsteht, wenn der eigene Rhythmus verloren gegangen ist:
Ich mach mal eben noch…
Gleich werde ich auch noch…
Klar mache ich das mal schnell…
Wenn ich mich jetzt sehr konzentriere, kann ich „es“ noch schaffen…
Ja ich beeil mich schon…
Gleich habe ich es geschafft…

Diese Texte können im Denken kreisen und lassen einen nicht mehr zur Ruhe kommen. Je nach Persönlichkeit ist das mehr oder weniger ausgeprägt.
?  Wie  sieht es auf Station/ an der Arbeit aus mit der Eile             
?  Was könnte ein guter Ausweg sein

                                                                                                                                              
Was kann ich tun?

-          Sich selber beobachten, wer bin ich heute, was brauche ich
-          Sich beobachten, um den eigenen Rhythmus wissen. 
      Um was geht es heute
-          Die eigene Bedürfnisse kennen
-          Die Natur bringt uns wieder ins Lot (Quelle: Natursoziologe an der Uni Marburg Rainer Brämer hat Forschungsergebnisse erarbeitet)

Woran merke ich, dass ich in Eile bin: Körpersymptome…reden immer…wenn man sie hört…


Wer mehrere Stunden nicht mehr stoppen kann mit dem „Tun Müssen“ und Körpersymptome bei sich entdeckt hat….
…sollte..ja was kann ich machen ???



1.  Stoppen, das ist meistens sooo schwer
2.  Hilfe von außen holen, aber wo?
3.  Weiter machen wie bisher- ein Burnout kann sich einschleichen

Manchmal regelt das unser Leben den Stopp –Punkt. Aber dann von selber- wenn wir es nicht können.
Urplötzlich kommt vielleicht:


Chaos im privaten Bereich
ein schlimmes Erlebnis
ein Unfall
Plötzliche Erkrankung
Auffällige Häufung widriger Umstände



Jetzt ist die Krise perfekt, aber gleichzeitig:

…etwas Unglaubliches kann jetzt passieren: eine Wende.



Jetzt kommt plötzlich ein Aufhorchen, na endlich!

                                                                                                                                        

  

  



     
      
      Ein Guter Ausweg

Ein guter Ausweg, ist ein Weg- - - -
Ist ein Weg der einen heraus bringt-
der einen heraus- - - führt.
Ein Dankeschön an jemand der uns Gutes tut, ein Dankeschön an eine Sache, die uns wirklich gut gelungen ist...ist da längt fällig…
Welch eine Erleichterung, wenn die Eile kein Bleiberecht mehr hat.

Vielleicht schreibt jemand, was Ihn aus seiner Krise bewegt hat.
Das aufschreiben lohnt, es macht nochmal dankbar und ist eine Bereicherung für die anderen Blogleser.









Mittwoch, 28. September 2011

Hilfe! Was für ein Stresstag




…heute hatte ich einen nicht so dollen Arbeitstag.

Ich bin Krankenschwester und bin Seit 4 Jahren als Springer auf  vielen verschiedenen Stationen. Ich arbeite auf Teilzeit, fünf Tage im Monat. Mir liegt dieser Springerdienst. Ich mag die Abwechslung, und den Kontakt mit den unterschiedlichsten Kollegen.

Vor kurzen hatte ich ja auf diesem Blog einen mutigen Artikel geschrieben.
Der hat mich danach bei der Arbeit höhnisch angesprungen. Stimmt das, was Du da schreibst?
Oder ist das nur ein krampfhafter Versuch für eine Lösung, die es doch nicht gibt.

Und dann hatte mir die Praxis gezeigt, wie herausfordernd die Arbeit sein kann...
50 Minuten ab Dienstbeginn hatte ich ausschließlich Widrigkeiten.
Da war mein inneres Gleichgewicht nicht mehr da. Alle meine Tricks mich zu stabilisieren gingen nicht mehr.



In meinem Kopf war nur noch:

  • heute gibt es keinen Regeldienst = eine Kollegin, die das Telefon und Organisation im und um das Stationszimmer macht-   
  • warum habe ich den Bereich mit 12 Patienten, die zudem sehr pflegebedürftig sind.
  • warum funktioniert das Blutzuckergerät nicht! dreimal funktionierte das Blutzucker- Gerät nicht- jedes mal ein neues holen und Kolleginnen suchen- finden –fragen- keine Zeit ein Gerät zu kalibrieren-
  • hilfe ich bin zu langsam ich merke, ich schaffe meine Patienten zeitlich nicht. Bald  würde das Frühstück kommen
  • ein Dokumentationszettel fehlt: ein Dokuzettel muss ich neu einheften, der fehlte- ...beide Klemmen, die ihn  festhalten brechen ab !!!!!  und viele Zettel liegen gefährlich lose in der Kurve herum.
  • Ich fühle die Gegebenheiten an diesem Vormittag sind unglaublich. Sie beherrschen mich. Ich bin machtlos.
  • Warum das auch noch: ein Patient ist so klapprig, dass er es trotz meiner Hilfe nicht schafft zur Toilette zu gehen. Der Patient bittet mich ihn zur Toilette zu begleiten. Der Nachbarpatient sagt: „ja der wird immer zur Toilette begleitet“. Also ich marschiere mit dem Patienten los, der wenig Gleichgewicht hat...bis er nicht mehr kann- ich muss Alarm klingeln, dass Kollegen mir helfen können. Ich bekomme gesagt, dass dieser Patient schon öfter so wackelig war.Hätte ich das gewusst…nun weiß ich es
  • Zeitlich bin ich nun völlig daneben. Mein Ziel zu Dienstbeginn: Bis 8 Uhr will ich alle meine Pat. gesehen haben. Es ist 7.40h und ich kenne erst 5 von 12 Patienten.
  • Quälerei/Unglücklich sein/mein Bestes geben/sehr wach und schlau alles organisieren/flink sein/meine Bedürfnisse nicht sehen oder spüren/effektiv sein/intensivstes dichtes Arbeiten
  • Die Patienten erleben mich als abwesend, weil ich so unglaublich konzentriert arbeite, bin ich für sie nicht erreichbar.
  • Solange ich noch Möglichkeiten sehe, durch Strukturen und viel, viel Krafteinsatz die Situation zu retten, gebe ich alles was ich habe.- Was bleibt mir anderes übrig?

  


Ich ändere meinen Plan –

…das war jetzt eine sehr gute Idee!!-und ich mache nur noch die Blutzucker, für die insulinpflichtigen Patienten. Ich sage, dass ich kein Essen austeilen werde, und mache weiter. Die Kollegen übernehmen das für mich.

Mir fehlt etwas kleines Gutes, das mich erreicht und mir Mut gibt. Ich bin mutlos.

Jetzt kann sich etwas ändern.

  • Und da schau an. Jetzt geht es mir besser. Vielleicht spüre ich, jetzt kann es gar nicht mehr schlimmer werden.
  • Wenn ich das erkenne, kann ich locker lassen. Ich spüre: ich komme dagegen nicht an.
  • an diesem Morgen nach 50 Minuten merke ich: ich atme, ich habe Durst, ich trinke etwas, ich versorge mich, damit ich wieder ganz da bin.
  • Eine Kollegin sagt mir, es ist die letzten Tage schon länger so arbeitsintensiv, sie hätte auch einen unangenehmen Morgen gehabt. Das tut doch gut zu hören.ich habe mich so allein gefühlt, die letzen 50 Minuten. Durch meinen Springerjob, bin ich oft nur einen Tag auf einer Station und kann nicht wissen was die letzten Tage los war.
  • Drei Tage später erwähne ich noch mal den Morgen. Ganz andere Kollegen aus den angrenzenden Schichten sagen mir auch, „ja die Nacht davor war chaotisch“, wieder andere sagen:" ja der Spätdienst war echt anstrengend."
  • Mir wird mal wieder klar, dass sich liegengebliebene Arbeiten, dann nervig auf die Folgeschicht ausgewirkt haben. Keiner konnte dem anderen etwas vorarbeiten und ihn damit entlasten.
  • Vom Alleinkämpfer bin ich gewechselt in ein Team, dem es genauso geht wie mir
  • Zudem hatte ich noch ein gutes Gespräch mit meinem Bereichsleiter. Ich versuche Gespräche zu vermeiden, die aus einem Arbeitsdruck herauskommen. Ich mag keine Jammergespräche, die schwächen eher, als dass sie helfen. Dieses Gespräch wird die Krankenhausstruktur nicht verändern können, dass weiß der Bereichsmanager und jede Schwester. Dieses Gespräch war gut.



Was kann ich beim nächsten mal anderes machen?

So ein Morgen wird wieder kommen, so oft wiederkommen- bis ich vertrauter werde mit der Hilflosigkeit, die mich mit allen Menschen verbindet. Gestern war ein anderer hilflos- heute ich. Und morgen geht es mir vielleicht wieder gut.

Die nächsten Dienste waren wieder richtig gut. Nach einem unangenehmen Tag merke ich das dann besonders. Auch das ist dann ein Geschenk und kleines Glück.

Zusammengefasst:

     Kapitulieren kann weiten
     Bin ich gegen etwas - kostet es unglaubliche Kraft
     Auch schlechte Tage haben ihren Platz
     Mit den Kollegen reden über meine Gefühle
     Meinem Chef etwas spiegeln, jedoch nicht jammern oder etwas vorwerfen
     Unterscheiden von wichtig oder dringend
     Auf gewisse Arbeiten verzichten, obwohl sie wichtig wären



Gerne könnt Ihr auch von einem guten Tag schreiben. Dieser Blog soll eine Möglichkeit sein, zum Teilen. Zum voneinander lernen, zum Seufzen...ach anderen geht es genauso- wie haben die das denn gelöst.
Ich freu mich auf Kommentare.

                                                                                                                                                                                             Bilder von Pixelio.de